Philosophie Lexikon der Argumente

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Naturalistischer Fehlschluss: Wird beschrieben als der Fehler, aus dem Sein auf das Sollen zu schließen. Daraus, dass etwas so ist wie es ist, kann jedoch nicht gefolgert werden, dass es auch so sein soll. Der Ausdruck stammt aus den Principia Ethica von G. E. Moore (1903), das Problem geht aber viel weiter zurück und wurde bereits von G. Hume in seinem A Treatise of Human Nature, (1738–40) vorformuliert. Ein anderer Name für das Problem ist der Sein-Sollen-Fehlschluss.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 218
Naturalistischer Fehlschluss: Aus dem Sein kann kein Sollen folgen. Kuhn: dieser Satz ist zur Phrase geworden und wird in der Praxis durchaus nicht mehr überall auch gehalten.
Stanley Cavell und andere haben bedeutende Zusammenhänge entdeckt, in denen Normatives und Deskriptives untrennbar miteinander verbunden sind.
Meine deskriptiven Verallgemeinerungen sprechen gerade deshalb für die Theorie, weil sie auch aus ihr abgeleitet werden können, während sie bei anderen Anschauungen über die Natur der Wissenschaft anomales Verhalten bilden.
Dieses Argument ist zirkulär, aber kein schlechter Zirkel. (Hermeneutischer Zirkel VsNaturalistischer Fehlschluss). (< I 219).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Ku I
Th. Kuhn
Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen Frankfurt 1973

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 19.08.2017