Philosophie Lexikon der Argumente

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Naturgesetze, Philosophie: Naturgesetze (physikalische Gesetze) sind Beschreibungen von Abhängigkeiten physikalischer Größen untereinander. Aus der Tatsache, dass es sich um Beschreibungen handelt folgt, dass es keine Vorschriften im Sinne von z.B. juristischen Gesetzen sind. N. Goodman schlägt in Fact, Fiction and Forecast (1954) vor, Naturgesetze in der Form irrealer Bedingungssätze (auch Kontrafaktische Konditionale genannt) zu formulieren Wenn A der Fall (gewesen) wäre, wäre B der Fall (gewesen).

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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III 137
Naturgesetze/NG/Wissenschaft/Form/Identifikation/Armstrong: theoretische Identifikation von Wasser und H2O ist kein Naturgesetz. - Stattdessen zwei Allquantifikationen über Moleküle und über Wasser. - Jedes Naturgesetz muss zweistellige Form haben Prämisse - Konklusion. - Ontologie: welche Entitäten es gibt, ist unlösbar mit Naturgesetzen verbunden - aber auch unterscheidbar davon.
III 158
Naturgesetze/Armstrong: sind kontingent - aber nicht, weil sie entdeckt werden - die Unterscheidung a priori/a posteriori ist eine epistemische.
II 17
Naturgesetze/Armstrong: nicht wahre Gesetzesaussagen, sondern Wahrmacher - VsHume: starke Naturgesetze: beinhalten Regularitäten, aber sind nicht auf sie reduzierbar (weil sich Dispositionen nicht immer zeigen) - Naturgesetze: können mit Relationen zwischen Universalien (Eigenschaften) identifiziert werden - Lager: realistische Sicht - Bsp Besitz einer Eigensschaft > Besitz anderer Eigenschaften - Naturgesetz/Armstrong: kontingent! - Aber die Regularität scheint analytisch enthalten zu sein.
II 25
Naturgesetz/Armstrong: Relation zwischen kategorischen Eigenschaften (nicht dispositionalen Eigenschaften) - PlaceVs: das schmuggelt Modalität herein (weil die Relationen dann intentional oder modal sein müssen).
III 44
Naturgesetze/Armstrong: keine Kausalfaktoren - existieren nur, wenn instantiiert - logische Konsequenz (dass drei Werte für Volumen, Druck, Temperatur immer in Verbindung sind) liegt nicht am Gesetz! (Das Boylesche Gesetz ist kein Naturgesetz).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

> Gegenargumente gegen Armstrong



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.06.2017