Philosophie Lexikon der Argumente

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Negation, Philosophie, Logik: Verneinung eines Satzes. In der Logik durch Voranstellung des Negationssymbols. Alltagssprachlich ausgedrückt durch das Wort „nicht“, das an verschiedenen Positionen des Satzes stehen kann. Wenn die Negation sich nur auf ein Satzteil bezieht, muss das durch die Position deutlich gemacht werden, z.B. kann ein Prädikat abgesprochen werden, ohne den ganzen Satz zu verneinen. In der Logik unterscheidet man daher auch innere und äußere Negation durch den Gebrauch verschiedener Symbole.
 
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I 16ff
Negation/Geach: ein Problem bei zusammengesetzten Ausdrücken ist immer die Negation (mit "alle","einige").
I 45ff
Negation/Geach: im Subjekt-Prädikat-Satz: nur Negation des Prädikats ist möglich, nicht des Subjekts - Moderne: Quantifikation: auch Negation von "Es gibt" ist möglich. - Dennoch ist Subjektnegation möglich: Bsp "Nicht jeder ist...".
I 75
Negation/Russell: kann nicht als primitiver Term auf Sätze angewendet werden daher: Alle x sind F": Negation: Einige x sind nicht F" - Negation: nicht über einen ganzen Satz: "Öffne die Tür nicht" ist auf demselben Level wie "Öffne die Tür". - Negation ist nicht "logisch sekundär".
Asymmetrie: nur bei identifizierenden Prädikaten: Bsp derselbe Mann/nicht derselbe Mann.
Subjektnegation: "Nicht jeder ist..."
Prädikatnegation: Sokrates ist nicht ...". - Das ist nicht parasitär zur Affirmation. - Es gibt keine hinzugefügte Bedeutung. - Sonst gäbe es eine Summierung bei doppelter Negation.
I 260
Negation/Behauptung/Geach: Propositionen können vorgebracht werden, ohne sie zu behaupten Bsp "p > q" - daher brauchen wir eine Negation, die nicht polar zur Behauptung ist.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

> Gegenargumente gegen Geach



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.05.2017