Philosophie Lexikon der Argumente

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Nominalismus: die Auffassung, dass Universalien (z.B. Dreieckigkeit, Schwärze) lediglich künstliche Konstruktionen aus Einzelfällen sind. Die sprachlichen Ausdrücke seien lediglich Namen für diese Konstrukte. Siehe auch Universalien, Konzeptualismus, Allgemeine Termini, Kategorien, Verallgemeinerung, Allgemeinheit.
 
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I 118
Nominalismus/Goodman: Auch wenn mein System nur von Individuen spricht und Klassen ausschließt, kann es doch Beliebiges als Individuum auffassen. Das nominalistische Verbot richtet sich gegen die ungezügelte Vermehrung von Entitäten auf irgendeiner gewählten Individuenbasis, lässt aber die Wahl dieser Basis völlig offen. Er lässt also auch alternative Versionen zu.
I 119
Physikalismus/Nominalismus/Goodman: Während also die Doktrin der Physikalisten: "Kein Unterschied ohne physikalischen Unterschied" und die Doktrin der Nominalisten: "Kein Unterschied ohne Unterschied der Individuen", gleich klingen, unterscheiden sie sich doch erheblich.
(VsPhysikalismus: dieser lässt nur eine Basis zu, die aber gar nicht klar ist.)
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A propos III 76
Nominalismus/Goodman: legt viel Bedeutung auf die Etiketten: eine nominalistische Ordnung. Welche Ehrfurcht man auch immer vor Klassen haben mag, Klassen werden nicht von Sphäre zu Sphäre bewegt, und Attribute werden sicherlich nicht aus einigen Gegenständen abstrahiert und in andere injiziert.

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989

> Gegenargumente gegen Goodman
> Gegenargumente zu Nominalismus



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.05.2017