Philosophie Lexikon der Argumente

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Nonfaktualismus: Ausdruck für die Annahme, dass es im Hinblick auf bestimmte Entscheidungsprozesse keine Tatsachen gibt. So gibt es z.B. keine Tatsache die bewirkt, dass die Summe von zwei und zwei vier ergibt. Der Nonfaktualismus wird von verschiedenen Autoren sehr verschieden weit ausgelegt. Daher wird der Ausdruck manchmal polemisch gebraucht. Siehe auch Wahrmacher, Entscheidbarkeit, Tatsachen, Wahrheit, Deflationismus.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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ad XII 55
Nonfaktualismus/keine Tatsache/(s): keine (entscheidende) Tatsache gibt es Bsp bei Fragen, die prinzipiell unbestimmt sind, - bzw. deren Antwort von der weiteren Darstellung des Problems abhängt. - >Unerforschlichkeit der Referenz. - (> Quine)
ad XII 64
Nonfaktualismus/(s): wenn etwas grundsätzlich unbestimmt ist, dann gibt es keine Tatsache zu erforschen. -
Quine: Bsp wenn Bedeutung eine Eigenschaft des Verhaltens ist, kann die Unerforschlichkeit des Bezugs nicht in der Unerforschlichkeit einer Tatsache liegen - weil da nichts zu erforschen ist. - Aber es macht wohl einen Unterschied, ob man sich auf Hasen oder auf Teile bezieht - oder Bsp auf Formeln oder Gödelzahlen. - Denn sonst gäbe es zwischen diesen gar keinen Unterschied. - Referenz verlöre ihren Sinn - aber der Unterschied ist weder durch Verhalten noch durch Ostension fassbar. - > Unbestimmtheit - Formeln: haben andere Eigenschaften als Zahlen.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.11.2017