Philosophie Lexikon der Argumente

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Notwendigkeit, Philosophie: Es werden verschiedene Arten von Notwendigkeit unterschieden, die in ihrer Stärke voneinander abweichen. Bsp physikalische, logische, metaphysische Notwendigkeit. Siehe auch Notwendigkeit de dicto, Notwendigkeit de re.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
III 77
Logische Notwendigkeit/Armstrong: am stärksten - physikalische Notwendigkeit: schwächer weil kontingent - noch schwächer: Allquantifikation (bloße Gleichförmigkeit) - Pointe: aus Gesetz kann man nicht auf Allquantifikation schließen - Gesetz: physikalische Notwendigkeit.
III 96
Notwendigkeit/Universalien/Armstrong: jetzt können wir den Begriff der Notwendigkeit zwischen U klären - wir übersetzen "N(F,G)" (die Behauptung eines Zustands, die gleichzeitig eine Relation ist) wie folgt: das F-sein von etwas, macht das G-sein desselben Dings notwendig Kraft der Universalien F und G - das ist nicht einfach bloß: Allquantifikation: für alle x, x " F-sein macht notwendig, dass x G ist - das wäre Regularitätstheorie - Notwendigkeit/Armstrong: besteht eher zwischen Typen als zwischen Tokens - das F-sein von etwas, nicht a"s F-sein.
III 163
Notwendigkeit/mögliche Welt/MöWe/Armstrong: MöWe brauchen ihrerseits keine "Possibilia" - Notwendigkeit: mus nicht in allen Welten gleich sein - in einigen Welten gilt die Notwendigkeit vielleicht nicht. - Ein Naturgesetz kann in verschiedenen Welten verschiedene Status haben. - Schreibweise: "Quadrat" N": Notwendigkeit in allen Welten - (starke Notwendigkeit).
III 166
Sschwache Notwendigkeit: nicht in allen möglichen Welten. - Schreibweise: "notw (Quadrat) (Sokrates existiert > Sokrates ist menschlich)" (Operator vor dem ganzen Konditional (Reichweite).
III 164
ArmstrongVs starke Notwendigkeit: verlangt, dass U notwendig sind - Universalien sind aber kontingent.
III 165
Vs starke Notwendigkeit in Welten, wo es keine Fs und Gs gibt, ist sie auf uninstantiierte Universalien verpflichtet.
- - -
Place II 59
Notwendigkeit/Place: (Konzeptualist): nur de dicto! - einzige Art de re: kausale Notwendigkeit: aber der Gegensatz ist hier nicht Kontingenz, sondern Unabhängigkeit. - Ob kausale Notwendigkeit vorliegt, wird a posteriori beobachtet (daher kontingent). - Kontingent: d.h. die Abhängigkeit war kausal oder eben nicht.
II 59
Notwendigkeit/de dicto: (a priori): kann etwas ohne Widerspruch geleugnet werden? (linguistische Frage) - nach diesem Kriterium: Token-Identität: typischerweise kontingent - Typ-Identität: typischerweise notwendig.
Konzeptualismus/Place: kontingente Hypothesen der Typ-Identität werden notwendige Wahrheit, wenn die konventionellen Kriterien der Zuschreibung von Universalien sich ändern.
- - -
Armstrong II (c) 95
Notwendigkeit/Armstrong: entspringt nur aus Identität - logische Möglichkeit: ist nicht zwischen getrennten Entitäten (Bsp Ursache/Wirkung) möglich. - (Das ist umstritten.)
Martin II 135
Notwendigkeit/Kontingenz/Quine/Martin: setzt beide gleich (wie viele Vorläufer) früh: schien nach der Seite der Kontingenz auszuschlagen, spät: nach der Notwendigkeit: Zahlen für Physik, oder Prinzip der Identität empirisch isomorpher Theorien.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Place I
U. T. Place
Dispositions as Intentional States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place II
U. T. Place
A Conceptualist Ontology
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place III
U. T. Place
Structural Properties: Categorical, Dispositional, or both?
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place IV
U. T. Place
Conceptualism and the Ontological Independence of Cause and Effect
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Place V
U. T. Place
Identifying the Mind: Selected Papers of U. T. Place Oxford 2004

Martin I
C. B. Martin
Properties and Dispositions
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin II
C. B. Martin
Replies to Armstrong and Place
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin III
C. B. Martin
Final Replies to Place and Armstrong
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Martin IV
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010

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