Philosophie Lexikon der Argumente

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Objektivität: Eine Eigenschaft von Feststellungen über Sachverhalte. Dabei wird davon ausgegangen, dass die dem Sachverhalt zugeschriebenen Eigenschaften durch den Sachverhalt bestimmt werden und nicht oder möglichst wenig beeinflusst durch die zuschreibende Person. Zur Feststellung, ob diese Forderung erfüllt ist, gehört die Berücksichtigung der Methoden des Zugangs zu Informationen. Damit wird über den betrachteten Sachverhalt hinausgegangen.
 
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I 22
Objektivität/Wissen/Maturana: Wissen zunächst persönlich, privat - das angeblich übertragbare wird erst vom Hörer (Beobachter) geschaffen.
I 156
Def Objektivität in Klammern/Maturana: soll heißen: alles, was geschieht, wird durch den Beobachter in seiner Lebenspraxis als der primären Erfahrungsgrundlage hervorgebracht und jede Erklärung hierfür ist sekundär.
I 157
Es gibt dann ebenso viele Bereiche der Existenz, wie es Arten der Unterscheidung gibt - führt zum Multiversum - alle Versen sind gleich legitim, wenn auch nicht gleich angenehm.

Objektivität ohne Klammern/MaturanaVs: fordert Einheit und führt letztendlich zu Reduktionismus - denn sie muss die Realität als einen einzigen, letztgültigen Bereich festlegen. (unabhängige Existenz).
I 196
Bsp Erklärung durch Handeln, nicht durch unabhängige Realität.
I 223
Objektivität ohne Klammern/Maturana: unterscheidet nicht zwischen Illusion und Wahrnehmung, weil sie von unabhängiger Realität ausgeht - das widerspricht dem Strukturdeterminismus lebender Systeme - kann wissenschaftlicher Erklärungen nicht erklären, weil Beobachterfähigkeit schon vorausgesetzt wird.

Mat I
U. Maturana
Biologie der Realität Frankfurt 2000

> Gegenargumente gegen Maturana
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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.05.2017