Philosophie Lexikon der Argumente

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Ontologie: Die Menge der materiellen oder immateriellen Gegenstände, von denen eine Theorie annimmt, dass sie Aussagen über sie treffen kann. Nach klassischer Logik muss dazu von einer Existenzannahme ausgegangen werden. In anderen Wissensgebieten wird die Frage, ob z.B. Relationen wirklich existieren oder bloß gedankliche Konstrukte sind, nicht immer als entscheidend angesehen, solange man damit arbeiten kann. Immaterielle Gegenstände sind z.B. sprachliche Strukturen in der Linguistik. Siehe auch Existenz, Mathematische Entitäten, Theoretische Entitäten, Theoretische Termini, Realität, Metaphysik, Wirklichkeit, Semantic Web.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 9
Ontologie/Chisholm: nur: "Ens": a) kontingent: Zustände (Ereignisse), Individuen (Grenzen, Substanzen) b) notwendig: Abstrakta, Substanz.
Nur 5 Grundbegriffe: 1. "x exemplifiziert y", 2. "x ist notwendig so, dass es F ist", 3. "x ist ein Zustand von y", 4. "x ist ein Teil von y", 5. "x meint, dass es etwas gibt, das F ist".

Ontologie/Chisholm: platonisch, akzeptiert ewige Dinge - Vs nichtplatonische Entitäten: Bsp "Eigenschaft, mit diesem Ding identisch zu sein", "gegenüberwohnen" ("gereinigte Ontologie"). - Wir nehmen nicht an, dass es zusätzlich zu den Sachverhalten noch Ereignisse gibt.
Existenz: auch Nichtbestehendes kann existieren (Sachverhalte).
I 175
Ontologie/Chisholm: undefinierte Grundbegriffe Denken [conceiving], Bestehen [obtaining], Exemplifizieren, Relation, Möglichkeit de re, direkte Zuschreibung.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 30.05.2017