Philosophie Lexikon der Argumente

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Ontologie: Die Menge der materiellen oder immateriellen Gegenstände, von denen eine Theorie annimmt, dass sie Aussagen über sie treffen kann. Nach klassischer Logik muss dazu von einer Existenzannahme ausgegangen werden. In anderen Wissensgebieten wird die Frage, ob z.B. Relationen wirklich existieren oder bloß gedankliche Konstrukte sind, nicht immer als entscheidend angesehen, solange man damit arbeiten kann. Immaterielle Gegenstände sind z.B. sprachliche Strukturen in der Linguistik. Siehe auch Existenz, Mathematische Entitäten, Theoretische Entitäten, Theoretische Termini, Realität, Metaphysik, Wirklichkeit, Semantic Web.
 
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I 14
Ontologie/Realität/Existenz/Verstehen/Wirklichkeit/Realismus/McGinn: Bsp Dampfmaschinen werden nicht unbegreiflich, wenn die mögliche Welt, in der sie existieren, zufällig keine Lebewesen mit der geistigen Fähigkeit zum Verstehen ihrer Funktion enthält.
Ebensowenig beinhaltet der Wandel vom Geheimnis zum Problem einen plötzlichen Anfall ontologischer Reinheit.
I 92
Der Begriff "Haus" kommt in den dafür relevanten physikalischen Theorien nicht vor, aber daraus folgt nicht, daß es keine Häuser gibt.
I 99
Ontologie/Erklärung/McGinn: Es gibt keine ontologische Abhängigkeit ohne ontologische Erklärung, denn Ergebnisse müssen in einer bestimmten Beziehung stehen zu dem, was diese Ergebnisse zeitigt.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001

> Gegenargumente gegen McGinn
> Gegenargumente zu Ontologie



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.05.2017