Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Ontologie: Die Menge der materiellen oder immateriellen Gegenstände, von denen eine Theorie annimmt, dass sie Aussagen über sie treffen kann. Nach klassischer Logik muss dazu von einer Existenzannahme ausgegangen werden. In anderen Wissensgebieten wird die Frage, ob z.B. Relationen wirklich existieren oder bloß gedankliche Konstrukte sind, nicht immer als entscheidend angesehen, solange man damit arbeiten kann. Immaterielle Gegenstände sind z.B. sprachliche Strukturen in der Linguistik. Siehe auch Existenz, Mathematische Entitäten, Theoretische Entitäten, Theoretische Termini, Realität, Metaphysik, Wirklichkeit, Semantic Web.

_____________
Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
Bücher bei Amazon
I XLIV
Ontologie/Sellars: am Ende steht eine Ontologie, bei der es nur noch Prozesse gibt. Absolute Prozesse: bei denen überhaupt nicht mehr von Gegenständen die Rede ist. ("Es regnet") das Wort "es" verkörpert hier keinen Gegenstand.
I XLIV
Strawson hatte das ebenfalls in Erwägung gezogen, und ließ es unter anderem mit der Begründung fallen, dass sich objektlose Prozesse wie Blitze oder Knalle nicht immer direkt, ohne die Bezugnahme auf andere Gegenstände identifizieren lassen.


_____________
Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

> Gegenargumente gegen Sellars
> Gegenargumente zu Ontologie



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.07.2017