Philosophie Lexikon der Argumente

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Ontologie: Die Menge der materiellen oder immateriellen Gegenstände, von denen eine Theorie annimmt, dass sie Aussagen über sie treffen kann. Nach klassischer Logik muss dazu von einer Existenzannahme ausgegangen werden. In anderen Wissensgebieten wird die Frage, ob z.B. Relationen wirklich existieren oder bloß gedankliche Konstrukte sind, nicht immer als entscheidend angesehen, solange man damit arbeiten kann. Immaterielle Gegenstände sind z.B. sprachliche Strukturen in der Linguistik. Siehe auch Existenz, Mathematische Entitäten, Theoretische Entitäten, Theoretische Termini, Realität, Metaphysik, Wirklichkeit, Semantic Web.
 
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I XLIV
Ontologie/Sellars: am Ende steht eine Ontologie, bei der es nur noch Prozesse gibt. Absolute Prozesse: bei denen überhaupt nicht mehr von Gegenständen die Rede ist. ("Es regnet") das Wort "es" verkörpert hier keinen Gegenstand.
I XLIV
Strawson hatte das ebenfalls in Erwägung gezogen, und ließ es unter anderem mit der Begründung fallen, dass sich objektlose Prozesse wie Blitze oder Knalle nicht immer direkt, ohne die Bezugnahme auf andere Gegenstände identifizieren lassen.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.05.2017