Philosophie Lexikon der Argumente

 
Ontologie: Die Menge der materiellen oder immateriellen Gegenstände, von denen eine Theorie annimmt, dass sie Aussagen über sie treffen kann. Nach klassischer Logik muss dazu von einer Existenzannahme ausgegangen werden. In anderen Wissensgebieten wird die Frage, ob z.B. Relationen wirklich existieren oder bloß gedankliche Konstrukte sind, nicht immer als entscheidend angesehen, solange man damit arbeiten kann. Immaterielle Gegenstände sind z.B. sprachliche Strukturen in der Linguistik. Siehe auch Existenz, Mathematische Entitäten, Theoretische Entitäten, Theoretische Termini, Realität, Metaphysik, Wirklichkeit, Semantic Web.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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EMD II 322
Ontologie/Notwendigkeit/Theorie T1/Peacocke: wir nehmen die Abstrakta als unanalysierte einstellige Prädikate für Gebrauch in den logischen Axiomen und Schlussregeln - wir nehmen Eigenschaften nicht als Entitäten, die die Objektsprache erfüllen. - D.h. nicht, dass es keine gibt.
Obwohl die Objektsprache keine Quantifikation über Objekte hat, erfordert eine endliche Behandlung der unendlich vielen singulären Termini eine Zuschreibung von Entitäten: Bsp denote (Cleopatra) = Cleopatra - den(Vater von t1) = Vater von den(t1) - Tr (t1 ist größer als t2) ↔ den(t1) ist größer als den(t2) - (unterstrichen: wohlgeformte Ausdrücke).
Aber diese Identität braucht man nur, wenn man Eigenschaften in der Objektsprache annimmt.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Wigg I
D. Wiggins
Essays on Identity and Substance Oxford 2016

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.09.2017