Philosophie Lexikon der Argumente

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Ontologische Abhängigkeit: Ontologische Abhängigkeit besteht zwischen Gegenständen, wenn der eine nicht existieren kann, ohne dass der andere existiert, z.B. kann ein Hausdach nicht ohne Haus existieren, wohl aber ein Tank ohne Füllung. Im zeitlichen Verlauf kann argumentiert werden, dass spätere Entwicklungsstadien ontologisch von früheren Stadien abhängig sind. Siehe auch Qua-Objekte, Abhängigkeit, Mereologie.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 16f
Holismus/Esfeld: generische ontologische Abhängigkeit: nicht Existenz, sondern in Bezug darauf, einige bestimmt Eigenschaften zu haben, ist ein Ding generisch ontologisch abhängig davon, dass es andere Dinge gibt. Die Teile haben ihre charakteristischen Eigenschaften nur im Ganzen (ontologisch bzw. metaphysisch (Esfeld pro). - Generisch: weiterer Spezifikation zugänglich: Bsp nichts hat einfach Masse (ohne Quantität), alle physikalischen Größen sind generisch. - Gegensatz: determiniert.
I 36
Ontologische Abhängigkeit: notwendige statt bloßer funktioneller Abhängigkeit. - Isolation zerstört nicht den Holismus, aber Eigenschaften, die in Isolation genauso funktionieren, sind keine holistischen Eigenschaften. - Keine funktionale Definition ist hinreichend, stattdessen: ontologische Abhängigkeit.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002

> Gegenargumente gegen Esfeld



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.06.2017