Philosophie Lexikon der Argumente

 
Ontologische Relativität: Man kann nicht sicher sein, dass andere die Welt ontologisch so strukturieren (in Gegenstände aufteilen) wie wir selbst, da sich das nicht empirisch feststellen lässt. (Vgl. H. Lauener Quine, 1982, S. 153). Nach Quine ist das Problem aber nur für unendliche Bereiche interessant, da man bei endlichen Bereichen die Gegenstände in Form von Listen angeben könnte. (Vgl. W.V.O. Quine Ontologische Relativität, 2003 S. 78).

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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XII 66
Zeigen/ontologische Relativität/Unerforschlichkeit/Quine: man kann nicht auf einen absoluten Ort oder auf Geschwindigkeit zeigen - genauso wenig auf Hasen oder Teile. (> Gavagai).
XII 69
ontologische Relativität/Quine: das wirkliche Problem ist nicht ein Regress in immer weitere Rahmentheorien, sondern die Zirkularität der Prädikate Bsp "ein F ist ein G" erfordert dann ein weiteres Prädikat für die Erklärung von "G".
XII 70
Rahmentheorie: es ist sinnlos, ihre Terme in Frage zu stellen - dafür brauchen wir wieder weitere Terme.
XII 71
Ontologische Relativität: doppelt: 1. von Rahmen abhängig - 2. von Übersetzung.
XII 78
Ontologische Relativität/Quine: ist in endlichem Bereich trivial, weil die Quantifikation durch Konjunktion oder Disjunktion ersetzt werden kann - d.h. die Variablen fallen weg. - Dann ist es keine Frage nach den Gegenständen. - Das gilt auch für unendliche Theorien solange, wie jeder Gegenstand einen Namen hat.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

> Gegenargumente gegen Quine

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 19.09.2017