Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Paradoxien: Widersprüche innerhalb von formal korrekten Aussagen bzw. Aussagenmengen, die dazu führen, dass eine Existenzannahme, die zunächst plausibel erschien, zurückgezogen werden muss. Paradoxien sind keine Fehler, sondern Herausforderungen, die eventuell zur Neuformulierung der Voraussetzungen und Annahmen oder zur Änderung der Sprache, des Gegenstandsbereichs und des logischen Systems führen. Siehe auch Antinomien, Russellsche Paradoxie, Widersprüche, Reichweite, Konsistenz.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
Bücher bei Amazon
II 93f
Rabenparadox/Goodman: Bsp Ein gegebener Gegenstand, (ein Stück Papier) ist weder schwarz noch ein Rabe.
Das Bestätigt die Hypothese:
Alle nicht-schwarzen Gegenstände sind keine Raben
doch diese Hypothese ist logisch äquivalent mit
Alle Raben sind schwarz.
Die Möglichkeit, Vogelkunde im Zimmer zu betreiben sollte misstrauisch machen: unberechtigte Heranziehung von Tatsachen, die in unserm Beispiel nicht erwähnt werden. Noch schlimmer:
Alles, was kein Rabe ist, ist nicht schwarz.
Alles, was nicht schwarz ist, ist kein Rabe.
Nichts ist schwarz oder ein Rabe.(>keine Raben).
Unsere Definition hat den Fehler, dass sie nicht fordert, alle vorhandenen Daten zu berücksichtigen.

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989

> Gegenargumente gegen Goodman
> Gegenargumente zu Paradoxien



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.05.2017