Philosophie Lexikon der Argumente

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Paradoxien: Widersprüche innerhalb von formal korrekten Aussagen bzw. Aussagenmengen, die dazu führen, dass eine Existenzannahme, die zunächst plausibel erschien, zurückgezogen werden muss. Paradoxien sind keine Fehler, sondern Herausforderungen, die eventuell zur Neuformulierung der Voraussetzungen und Annahmen oder zur Änderung der Sprache, des Gegenstandsbereichs und des logischen Systems führen. Siehe auch Antinomien, Russellsche Paradoxie, Widersprüche, Reichweite, Konsistenz.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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II 276f
Achilles/Schildkröte/Carroll/Nozick: logische Form: (1) Wenn p dann q - (2) p - aber daraus wird q noch nicht akzeptiert, sondern es wird gefordert, dass außerdem explizit akzeptiert wird: (3) Wenn (wenn p dann q) und p, dann q.
Regress: die zusätzliche Prämisse (3) (s) zusätzlich zum modus ponens) lautet also: wenn (1) und (2), dann q. Diese braucht dann wiederum eine zusätzliche Prämisse.
II 277
Lösung/Tradition: Problem: Verwechslung von Prämissen mit Schlussprinzipien. Dann beginnt der Regress erst gar nicht - Lösung/Nozick: wir müssen eine Prämisse einführen, die dieselbe Form hat und alle Inferenzen liefert wie die anderen Prämissen, die scheinbar noch benötigt werden - WittgensteinVs: Probleme des Regelfolgens usw.

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994

> Gegenargumente gegen Nozick
> Gegenargumente zu Paradoxien



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 30.05.2017