Philosophie Lexikon der Argumente

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Paradoxien: Widersprüche innerhalb von formal korrekten Aussagen bzw. Aussagenmengen, die dazu führen, dass eine Existenzannahme, die zunächst plausibel erschien, zurückgezogen werden muss. Paradoxien sind keine Fehler, sondern Herausforderungen, die eventuell zur Neuformulierung der Voraussetzungen und Annahmen oder zur Änderung der Sprache, des Gegenstandsbereichs und des logischen Systems führen. Siehe auch Antinomien, Russellsche Paradoxie, Widersprüche, Reichweite, Konsistenz.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Horwich I 114
Lügner-Paradoxie/Tarski: entsteht, wenn wir annehmen, dass die Sprache auch die Namen der Ausdrücke, und auch semantische Ausdrücke wie "wahr" enthält. - Dann ist die Sprache "semantisch geschlossen".
I 115
Solche Sprachen können sogar in den Wissenschaften, in denen semantische Begriffe wesentlich vorkommen, eliminiert werden.
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Berka I 452
Lügner/Paradoxie/Tarski-Schema/Tarski: Fehler: für das Symbol "p" einen Ausdruck einsetzen, der selbst den Terminus "wahre Aussage" enthält. - Dann haben wir keine Teildefinition mehr. - Problem: es ist kein Grund angebbar, warum solche Einsetzungen prinzipiell verboten sein sollten.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Tarsk I
A. Tarski
Logic, Semantics, Metamathematics: Papers from 1923-38 Indianapolis 1983

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983

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> Gegenargumente zu Paradoxien



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.07.2017