Philosophie Lexikon der Argumente

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Prädikate, Philosophie, Logik: Symbole, die in logischen Formeln für Eigenschaften stehen können. Tatsächlich steht aber nicht jedes Prädikat für eine Eigenschaft, da es widersprüchliche Prädikate, aber keine widersprüchlichen Eigenschaften gibt. Zum Beispiel kann man sich ein Prädikat „quadrund“ für „quadratisch und rund“ ausdenken, also zwei Eigenschaften, die sich ausschließen. Man kann dann wahrheitsgemäß sagen „Nichts ist quadrund“. Es gibt also mehr Prädikate als Eigenschaften. Siehe auch Rundes Quadrat, Schemabuchstaben, Quantifikation, Logik 2. Stufe, Prädikation, Attribute, Adjektive.
 
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I 110
Prädikat/Geach: "predicables": unecht: Bsp "--- rauchte Pfeife" - "5 ist teilbar durch 5 und durch 1", genauso für "3..." - predicate: echt: "Russell rauchte Pfeife" - Die Identität von Prädikaten mit Reflexivpronomina ist nicht sicherzustellen.
I 216
Prädikat/Geach: darf nie mit Namen verwechselt werden - der Begriff denotiert das Objekt nicht.
I 224
Prädikate/Geach: ist eher eine gemeinsame Eigenschaft von Sätzen - aber nicht eigentlicher Ausdruck im Satz.
I 224
"Stehen für"/Geach: es ist gar kein Unterschied, ob ich sage, ein Prädikat "steht für" eine Eigenschaft oder sei ihr Name. (GeachVsQuine)
I 224
Prädikat/Geach: das Prädikat kommt gar nicht als eigentlicher Ausdruck im Satz vor. - Geach: es gibt kein Identitätskriterium für Prädikate. - Man kann nicht wissen, ob zwei Prädikate für dieselbe Eigenschaft stehen. - Gleichheit des Gebrauchs ist notwendige Bedingung für gleiche Referenz. - ((s) D.h. die Extension, aber nicht die Intension ist gleich.) - GeachVsQuine: deshalb darf man Eigenschaften nicht mit Klassen identifizieren.
I 239
Prädikat/Terminologie/Geach: Prädikate nenne ich nur so, wenn sie als Hauptfunktor in einer Proposition gebraucht werden, sonst "predicables".
I-Prädikablen/I-Prädikat/Geach/(s): Diejenigen Prädikate, in Hinblick auf die zwei Gegenstände in einer gegebenen Theorie ununterscheidbar sind. - Wenn in einer erweiterten Theorie Unterscheidungen getroffen werden können, dann ändert das I-Prädikat nicht seine Bedeutung, es ist nur kein I-Prädikat mehr - Bsp "gleichförmig" für (verschiedene, aber noch gar nicht unterschiedene) Tokens von Wörtern, später werden die Tokens erst unterschieden, sind aber immer noch "gleichförmig".
I 301
GeachVs Zwei-Namen-Theorie: Fehler: dass, wenn zwei Namen dasselbe Ding benennen, dass sie dann dieselben Prädikate zulassen. (((s) Sie lassen sie nicht zu).
I 301
Prädikat/Geach: Prädikate wie "werden" können nur konkreten Termini zugeschrieben werden.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

> Gegenargumente gegen Geach



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.05.2017