Philosophie Lexikon der Argumente

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Prädikate, Philosophie, Logik: Symbole, die in logischen Formeln für Eigenschaften stehen können. Tatsächlich steht aber nicht jedes Prädikat für eine Eigenschaft, da es widersprüchliche Prädikate, aber keine widersprüchlichen Eigenschaften gibt. Zum Beispiel kann man sich ein Prädikat „quadrund“ für „quadratisch und rund“ ausdenken, also zwei Eigenschaften, die sich ausschließen. Man kann dann wahrheitsgemäß sagen „Nichts ist quadrund“. Es gibt also mehr Prädikate als Eigenschaften. Siehe auch Rundes Quadrat, Schemabuchstaben, Quantifikation, Logik 2. Stufe, Prädikation, Attribute, Adjektive.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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Hoyningen-Huene II 169
Auch Relationen sind Prädikate. Bsp "..liegt zwischen...und."
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Re III 154
Die wahre logische Form ist: "Es gibt etwas, das ein Berg aus Gold ist, und das ist entdeckt worden". Das scheinbare Subjekt verhüllt einen prädikativen Ausdruck. Falsch: ein komplexes Prädikat: "ein-Berg-aus-Gold-und-entdeckt-worden-zu-sein".
Re III 214
Messinstrumente: können Sie uns sagen, welche Farbe die Flecke haben, daß der eine rot ist, und der andere grün? Sie können es nicht. Und zwar deshalb, weil Wörter wie »rot« Beobachtungsprädikate sind. Der Grund unserer Urteile über die Richtigkeit der Anwendungen von »rot« beruht auf Beobachtung.
Re III 214f
Farbe: Bobachtungsprädikate (unbewußt,Frequenzen) - nicht durch Meßinstrumente - Instrumente benennen Farbe nicht.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 17.12.2017