Philosophie Lexikon der Argumente

 
Propositionen, Philosophie: Propositionen werden als die Bedeutungen von Sätzen bezeichnet, wobei ein Satz als Zeichenkette aufgefasst wird, die noch in Bezug auf eine Situation oder eine Sprecherin interpretiert werden muss. Bsp Ich bin hungrig hat aus dem Mund jedes neuen Sprechers eine andere Bedeutung. Dagegen hat der Satz I am hungry aus dem Mund des Sprechers, der zuerst den deutschen Satz geäußert hat, dieselbe Bedeutung wie der von ihm geäußerte deutsche Satz. Siehe auch Bedeutung, propositionale Einstellungen, Identitätsbedingungen, Opazität, Äußerungen, Sätze.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Frank I 323
Propositionen/Tradition: (in Reinform von niemand, auch nicht von Frege, vertreten): ideale Konvergenz der Elemente des Denkens, Sprechens, der Wirklichkeit und der Kommunikation. - Propositionen, die in erster Linie als Träger von zeitlosen Wahrheitswerten definiert, elementare Träger sprachlicher Bedeutung, als Konstituenten der Wirklichkeit und als öffentlich zugängliche Inhalte der Kommunikation. - Vorteil: das lässt keine Kluft zwischen dem Inhalt des Denkens, und dem, worauf er gerichtet ist, der Wirklichkeit entstehen. - CastanedaVs: das gilt nicht für indexikalische Sätze. - Individuation: von Index-Sätzen: im Sprechakt, nicht durch Bedeutung.
I 340ff
Proposition/Tradition: (Frege, Moore): 1. Psychologische Einheiten, 2. Ontologische, 3. Ontologisch objektiv (intersubjektiv) , 4. Metaphysische Einheiten, 5. Logische Einheiten, 6. Semantische Einheiten 7. Sprachliche Einheiten der Kommunikation - CastanedaVs: Diskrepanzen zwischen 1 - 7 bei diachronem Fluss der Erfahrungen in der sich ändernden Welt. - VsTradition: versagt bei indexikalischer Referenz mit "ich", "hier", "jetzt". - Problem: Bsp "ich habe 30 Gramm Stickstoff in meiner Leber": Verstehen, ohne Kenntnis des Wahrheitswerts ,öglich. - Daher ist Bedeutung ungleich Wahrheitswert (VsFrege). - Das, was durch die Bildung eines Satzes gedacht wird, ist nicht irgendein objektives Merkmal oder Ding in der Welt, das jedermann zugänglich ist.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

> Gegenargumente gegen Castaneda
> Gegenargumente zu Propositionen

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 19.09.2017