Philosophie Lexikon der Argumente

 
Propositionen, Philosophie: Propositionen werden als die Bedeutungen von Sätzen bezeichnet, wobei ein Satz als Zeichenkette aufgefasst wird, die noch in Bezug auf eine Situation oder eine Sprecherin interpretiert werden muss. Bsp Ich bin hungrig hat aus dem Mund jedes neuen Sprechers eine andere Bedeutung. Dagegen hat der Satz I am hungry aus dem Mund des Sprechers, der zuerst den deutschen Satz geäußert hat, dieselbe Bedeutung wie der von ihm geäußerte deutsche Satz. Siehe auch Bedeutung, propositionale Einstellungen, Identitätsbedingungen, Opazität, Äußerungen, Sätze.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 35
Proposition/Struktur/mögliche Welt/MöWe/Stalnaker: Propositionen sind hoch strukturiert, mögliche Welten sind es nicht - die Strukturen, die zwischen Propositionen bestehen, bestehen so nicht zwischen MöWe - Propositionen können stärker oder schwächer sein - mögliche Welten nicht. - Eine minimale Theorie von Propositionen und möglichen Welten braucht nur die Strukturen von Propositionen, nicht von möglichen Welten.
I 37
Proposition/Stalnaker: wird aus Individuen und Eigenschaften gebildet - Satz/Stalnaker: wird aus Namen und Prädikaten gebildet.
I 51
Verstehen/Stalnaker: eine Proposition kann nicht wie ein Satz falsch verstanden werden, weil sie schon der Inhalt ist.
I 61f
Def Proposition/Stalnaker: ist nicht mehr als eine Teilregion, oder Teilmenge von möglichen Welten.
Def Behauptung: eine Proposition zu behaupten ist nichts anderes, als die wirkliche Welt in dieser Teilmenge zu lokalisieren.
Def wahr-relativ-zu-x: zu sagen, eine Proposition ist wahr relativ zu einer Welt x heißt, dass die Welt x in der Teilmenge (von möglichen Welten) ist, die die Proposition konstituiert.
Def wahr simpliciter: heißt zu sagen, das die wirkliche Welt in dieser Teilmenge (von möglichen Welten, die die Proposition konstituieren) ist - Proposition: wird identifiziert mit ihren Wahrheitsbedingungen.
I 191
Sekundäre Proposition/zwei-dimensionale Semantik/Chalmers/Stalnaker: ("fx"): auf die wirkliche Welt bezogen - primäre: ("fp") auf die jeweilige Welt bezogen, in der die Äußerung gemacht wird.
LKogische Form: Def fp: logische Form: fx(y) = f(x,y) und fp(x) = f(x,x) bzw. äquivalent: fp(x) = fx(x). - (> Einsetzen).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

> Gegenargumente gegen Stalnaker
> Gegenargumente zu Propositionen

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 20.09.2017