Philosophie Lexikon der Argumente

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Proximale Theorie, Philosophie: als proximal werden Theorien des Lernens bzw. des Spracherwerbs bezeichnet, die annehmen, dass die zu lernenden Bedeutungen an den Nervenenden des lernenden Subjekts zu lokalisieren sind. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Bedeutungen nicht „im Kopf“ sind, wie die Formulierung von H. Putnam (H. Putnam The meaning of 'meaning In Philosophical Papers. Vol. 2 Mind, Language and Reality. Cambridge p. 227) lautet. Die Gegenpositionen zur proximalen Theorie sind unter dem Begriff der distalen Theorien zusammengefasst. Diese nehmen an, dass Bedeutungen auf den Oberflächen der Gegenstände anzusiedeln sind. Distale Theorien gehen von einem sozialen Lernen aus, proximale Theorien von einem subjektzentrierten Spracherwerb. Sie auch Distale Theorien, Spracherwerb, Bedeutung, Bedeutungstheorie, Zwillingserde.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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VI 59
Proximal/distal/QuineVsDavidson: "Gemeinsame Situationen" sind mir zu vage.
VI 62
Auch Reizbedeutungen sind privat. - Reizsynonymie: zwei Beobachtungssätze sind reizsynonym, wenn ihre Reizbedeutungen für einen Sprecher übereinstimmen.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 19.11.2017