Philosophie Lexikon der Argumente

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Qualia, Philosophie: Die empfindungsmäßigen Entsprechungen zu an äußeren Gegenständen oder Vorgängen wahrgenommenen Eigenschaften. Probleme ergeben sich im Zusammenhang mit der Erklärung ihres Entstehens und ihrer Vergleichbarkeit zwischen Individuen. Siehe auch Phänomene, Sinneswahrnehmung, Empfindungen, Wahrnehmungen, Reize, Qualitäten, Subjektivität, Intersubjektivität, Objektivität, vertauschte Spektren, Bewusstsein.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Robert Stalnaker über Qualia – Lexikon der Argumente

I 222
Qualia/Funktionalismus/Stalnaker: Der Funktionalismus wird Qualia mit einer relationalen Struktur erklären. Problem: Wenn wir eine Permutation haben könnten, sodass die relationale Gesamtstruktur
erhalten bleibt (alle Urteile über Gleichheit und Verschiedenheit), dann könnte keine funktionalistische Theorie richtig sein.
I 223
Vs: Das kann man bestreiten: Die Relationen seien komplexer, z.B. gibt es Relationen von Farben untereinander, d.h. man bestreitet die Symmetrie.
Vertauschte Spektren/Stalnaker: schlechte Lösung: Es ist keine gute Lösung zusätzliche Charakteristika einzuführen: Bsp blau sei kühl - wir brauchen nur die Möglichkeit einer Symmetrie für einige Lebewesen.
Funktionalismus: Der Funktionalismus identifiziert Qualia intrapersonell über die Unterscheidungsfähigkeit.
Shoemaker: Shoemaker will interpersonelle Vergleiche damit versöhnen.
Interpersonell/Wittgenstein: Interpersonell entsteht aus der Möglichkeit, sich intrapersonell zu verändern.
Schlechte Lösung/vertauschte Spektren: Es ist keine gute Lösung, zusätzliche Charakteristika einzuführen wie Bsp rot sei heiß, blau sei kühl usw. ((s) Damit kann nicht gemeint sein, dass rot die Farbe von Bsp glühendem Eisen ist, denn diese wäre immer verbunden, sondern etwas Metaphorisches).
Stalnaker: Ich folge Shoemaker und lege solche Einwände beiseite. Wir brauchen nur die Möglichkeit einer Symmetrie für einige Lebewesen.
Qualia/Funktionalismus/Stalnaker: Da der Funktionalismus Qualia intrapersonell über unterscheidende Fähigkeiten identifiziert, sollte man erwarten, dass er die Frege/Schlick-Sicht akzeptiert, d.h. dass es kein interpersonelles Gegenstück dazu gibt.
Shoemaker: Das wäre zu einfach. These: Shoemaker will interpersonale Vergleiche von Qualia mit einem funktionalistischen Ansatz versöhnen.
Zwar können wir bestimmte qualitative Zustände nicht funktionalistisch definieren, wohl aber Klassen von qualitativen Zuständen.
Klassen qualitativer Zustände: Wir definieren funktional die Identitätsbedingungen für Elemente dieser Klasse, dann können wir Relationen phänomenaler (qualitativer) Gleichheit und Verschiedenheit definieren. Damit erhalten wir Äquivalenzklassen von physikalischen Zuständen. Äquivalente Zustände werden solche sein, die Realisationen desselben qualitativen Zustands sind. Dann werden die qualitativen Zustände mit ihren physikalischen Realisierungen identifiziert.
ShoemakerVsFrege/Stalnaker: Der Hauptgrund, warum er der Frege/Schlick-Sicht widersteht, ist
I 224
die Auffassung, dass man die Kohärenz der Hypothese, dass es intrapersonell vertauschte Spektren geben kann, nicht leugnen kann. Und er glaubt, dass es von da ein Argument für interpersonelle vertauschte Spektren gibt, dem man nicht widerstehen kann.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

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