Philosophie Lexikon der Argumente

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Quantenmechanik: Teildisziplin der Physik, die sich mit Vorgängen auf der Ebene der Elementarteilchen beschäftigt. Hier gelten Gesetzmäßigkeiten, die sich auf der Ebene der alltäglichen Objekte nicht beobachten lassen. Die speziellen Kräfte und Wechselwirkungen die innerhalb der Quantenwelt herrschen, sind auf der Makroebene nicht anzutreffen. Siehe auch Superposition, Verschränkung, Unschärferelation.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 233
QM/Atom/Uniformität/Gleichheit/Barrow: die Quantisierung der Energie ist der Grund dafür, daß Wasserstoffatome gleich sind.
I 235
Meßproblem/QM/Barrow: es geht darum, ob die Quantentheorie alles beschreibt, was in der Natur vorgeht, den Meßprozeß eingeschlossen, oder nicht -
I 237
EPR/Barrow: Paradox: wir können nicht vorhersagen, welches der beiden Photonen beim Zerfall sich im Uhrzeigersinn bewegt - aber wenn wir zum anderen Ende des Universums führen, wüßten wir nach der QM sofort, daß das andere Photon sich in die andere Richtung dreht, ohne gemessen zu haben - also muß der nichtgemessene Drehimpuls der Realität entsprechen - er muß real sein, weil er vorhersagbar ist. - Wissen ohne Messen, also Beobachtungs-unabhängig. - Paradox: das zweite Photon muß die Richtung des anderen "kennen". - Nachweis: Experiment Alain Aspect 1982. - I 240 Barrow: in Wirklichkeit wir keine Information übertragen - VsEPR: Gleichzeitigkeit ist ein Begriff, der vom Beobachter abhängt. - Bsp drei Beobachter könnten relativ zum Experiment und zueinander in Bewegung sein - der eine sähe dann daß die Messungen der Spins gleichzeitig vorgenommen werden, während die anderen zuerst die eine, oder zunächst die andere beobachten.
I 238f
John Bell/QM/ Nicht-Lokalität/Barrow: (60er Jahre): zeigte, daß jede Theorie, die EPR-Phänomene beschreibt, eine nichtlokale Kennzeichnung haben muß, wenn eine einfache arithmetische Bedingung erfüllt ist - (>Nicht-Lokalität). - Bell-Test/Unschärfe: es geht bei der Unschärfe nicht um Grobschlächtigkeit des Beobachters - diese wäre eine lokale Erklärung - ((s) VsBrecht) - Bell: jede richtige Sicht der Natur muß nicht-lokal sein.
I 242
Kopenhagener Deutung/Bohr: Im herkömmlichen Sinn ist keine tiefere Wirklichkeit zu entdecken, sondern nur eine Beschreibung davon. - Sinnlos zu sagen, daß die Messung irgendwie eine "tiefere Wirklichkeit" verändert. - I 245 während die Wellenfunktion deterministisch, linear, stetig und lokal ist, und keine ausgezeichnete Zeitrichtung kennt, ist der Meßvorgang fast zufällig, nicht linear, unstetig, nicht-lokal und nicht umkehrbar. - SchrödingerVsBohr: Schrödingers Katze: ist in einer Mischung von tot und lebendig, solange wir nicht nachsehen. - I 247 Wheeler: Problem: alle astronomischen Messungen werden mit Strahlen gemacht - dann müßten sie nach Bohrs Kopenhagener Deutung erst durch die Messung ins Leben gerufen werden.
I 253ff
Kopenhagener Deutung/Viele-Welten-Deutung/VWS/Aspect/Experiment/Barrow: die Annahme der Nicht-Lokalität wurde durch Aspect experimentell bestätigt. Die Kopenhagener und die Viele-Welten-Deutung scheinen völlig unverträglich zu sein, doch herrscht übereinstimmend die Meinung, dass sie experimentell ununterscheidbar seien.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

B I
John D. Barrow
Warum die Welt mathematisch ist Frankfurt/M. 1996

B II
John D. Barrow
Die Natur der Natur: Die philosophischen Ansätze der modernen Kosmologie Heidelberg 1993

B III
John D. Barrow
Die Entdeckung des Unmöglichen. Forschung an den Grenzen des Wissens Heidelberg 2001

> Gegenargumente gegen Barrow
> Gegenargumente zu Quantenmechanik



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.06.2017