Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Quantifikation: Funktion innerhalb der Prädikatenlogik, bei der einem noch zu bestimmenden Gegenstand eine Eigenschaft zugeschrieben wird. a) Existenzquantifikation Bsp (Ex)(Fx) „Mindestens ein Gegenstand x ist F“. Dabei wird angenommen, dass der Gegenstand, der durch x denotiert wird, existiert. b) Allquantifikation (Schreibweise (x)…) „Für alle x gilt…“. Beide Formen der Quantifikation können negiert werden, womit die meisten alltäglichen Fälle abgedeckt sind. Zusätzlich muss noch ein Gegenstandsbereich gewählt werden, innerhalb dessen die Aussagen sinnvoll sind, die sich aus dem Einsetzen von Objekten ergeben. Siehe auch Existenz, Nichtexistenz, Existenzannahme, Existenzprädikat, Allquantifikation, Existenzquantifikation, Bereiche, Opazität, Intensionale Objekte.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
Bücher bei Amazon
I 37
Nichtnominale Quantifikation/Prior: Bsp "wer immer" aus "wer", "wo immer" aus "dort", "irgendwie" - entsprechen Adverbien. - Bsp "er ist etwas, was ich nicht bin" - adjektivisch und nicht substantivisch - Tractatus: "dies ist es, wie die Dinge sind". (Auch Wittgenstein, PU §134) - >"Satzvariable".
I 38
Höhere Quantifikation/Satzvariable/Wittgenstein/Prior: "die Dinge sind so" sagt nicht selbst wie die Dinge sind aber: "die Dinge sind irgendwie" tut es! - In dem Ausmaß wie das logisch wahre "für einige p,p" - So kann man "x kommt" übersetzen: "für ein x, x kommt". - Höhere Quantifikation: über Nicht-Substantive, "nichtnominale Quantifikation".

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003

> Gegenargumente gegen Prior
> Gegenargumente zu Quantifikation



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 29.05.2017