Philosophie Lexikon der Argumente

 
Quantifikation: Funktion innerhalb der Prädikatenlogik, bei der einem noch zu bestimmenden Gegenstand eine Eigenschaft zugeschrieben wird. a) Existenzquantifikation Bsp (Ex)(Fx) „Mindestens ein Gegenstand x ist F“. Dabei wird angenommen, dass der Gegenstand, der durch x denotiert wird, existiert. b) Allquantifikation (Schreibweise (x)…) „Für alle x gilt…“. Beide Formen der Quantifikation können negiert werden, womit die meisten alltäglichen Fälle abgedeckt sind. Zusätzlich muss noch ein Gegenstandsbereich gewählt werden, innerhalb dessen die Aussagen sinnvoll sind, die sich aus dem Einsetzen von Objekten ergeben. Siehe auch Existenz, Nichtexistenz, Existenzannahme, Existenzprädikat, Allquantifikation, Existenzquantifikation, Bereiche, Opazität, Intensionale Objekte.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 283
Unbestimmter singulärer Term: verschwindet in Quantifikation "etwas ist ein x, sodass", "alles ist ein x..".
I 316
Paraphrasen durch Quantifikation decken falsche Existenzannahmen auf.
VI 41
Quantifikation/Quine/(s): ist ein Postulieren von Gegenständen.
X 94
Quantifikation/Variable/Quine: in dem offenen Satz nach dem Quantor steht "x" an einer Stelle, an der ein Name stehen könnte - Bsp auch Zahlenname - die Sätze sagen nicht, dass Namen spazieren gehen oder Zahlen sind.
"EF" sagt nicht, ein Prädikat sei so und so, sondern ein Gegenstand, der vom Prädikat bezeichnet wird, sei so und so. - Dieser Gegenstand könnte eine Eigenschaft sein (pro Frege).
VsRussell: aber kein Prädikat! - Verwechslung von Darstellung (Schema) und Quantifikation (Reden über).
X 104
Scheinquantifikation/Quine: Scheinwerte der neuen quantifizierbaren Variablen "p", "q" usw.: Wahrheitswert (WW). - Dann sind Sätze ausnahmsweise Namen dieser Scheingegenstände. - Über Scheingegenstände kann man quantifizieren - Scheingegenstände entstehen aus Kontext-Definition.
Lauener XI 38
Quantifikation/Lauener/(s): nur quantifizierten Sätzen können Wahrheitswerte zugeschrieben werden.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Q XI
H. Lauener
Willard Van Orman Quine München 1982

> Gegenargumente gegen Quine
> Gegenargumente zu Quantifikation

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.09.2017