Philosophie Lexikon der Argumente

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Ramseysatz, Wissenschaftstheorie, Philosophie: Der Ramseysatz einer Theorie stellt die Behauptung auf, dass die theoretischen Termini dieser Theorie auf Gegenstände referieren, wenn die Theorie wahr ist. Siehe auch Theoretische Entitäten, Theoretische Termini, Existenz, Interpretation, Theorien, Beobachtungssprache, Referenz.
 
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V 131
Ramseysatz/Pauen: Angenommen, eine Theorie definiere eine Reihe von theoretischen Termini von mentalen Zuständen m1 ...mn wie "Schmerz", "Freude", "Trauer"... durch den Bezug auf Reize i1,...ip und Reaktionen o1...oq.
Die Theorie hätte also die Form: T(m1...mn, i1...ip,o1...oq).
Zum Ramseysatz kommen wir, indem wir sämtliche Sätze der Theorie durch Konjunktionen verbinden, sodass sie einen einzigen Satz bilden.
Bsp Der Ramseysatz für Schmerz könnte lauten: E x1...xn [T(x1...xn, i1...ip,o1...oq) & y hat x2]
D.h. "Ein System y ist genau dann im Zustand x2, wenn es in diesem System Zustände gibt, die die in der Theorie T beschriebenen kausalen Rollen besetzen und y sich im zweiten dieser Zustände befindet". - Damit vermeidet man mentalistische Ausdrücke.

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.05.2017