Philosophie Lexikon der Argumente

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Raumzeit, Philosophie: Ein dreidimensionaler Raum mit der Zeit als vierter Dimension. Dass die Zeit als Dimension aufgefasst wird, unterscheidet die Raumzeit von mehrdimensionalen mathematischen Räumen, in denen die Zeit keine Rolle spielt und die daher anders strukturiert sind. Insbesondere hat die Raumzeit kein Maß, das gleichermaßen für räumliche Abstände wie für Zeitmessungen herangezogen werden kann. Siehe auch Relativitätstheorie, Vierdimensionalismus, Weltlinien.
 
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Bertrand Russell
II 50f
Raum/Zeit/Raum-Zeit-Kontinuum/RT/Russell: neu Zeit- und Ortsbestimmung sind nicht länger unabhängig voneinander - wenn man die Art der Ortsbestimmung ändert, ändert man womöglich auch das Zeitintervall zwischen zwei Ereignissen - bzw. wenn man die Art der Zeitbestimmung ändert, ändert man vielleicht den räumlichen Abstand - es gibt keine universelle Zeit mehr - nur wenn zwei Körper in Ruhe sind, stimmen die Eigenzeiten überein.
Def eindeutig früher: ist ein Ereignis, wenn es auf ein anderes einwirken kann - (Wirkung). - ((s) Grafik/(s): zwei Kreise um zwei Punkte - Schnittpunkte: gleichzeitig - für jemand in der Schnittmenge: beide Ereignisse wurden beobachtet - je nachdem ob näher an A oder B wird dieses Ereignis früher beobachtet.)
II 68
Def raum-zeitlicher Abstand/Spezielle Relativitätstheorie/Russell: man nimmt das Quadrat der Entfernung zwischen zwei Ereignissen und das Quadrat der Entfernung, die das Licht in der Zeit zwischen den zwei Ereignissen zurücklegt - dann subtrahiert man die kleinere dieser Zahlen von der größeren und definiert das Resultat als Quadrat des Abstands zwischen den beiden Ereignissen - dieser Abstand ist für alle Beobachter gleich und repräsentiert eine echte physikalische Beziehung zwischen den zwei Ereignissen, was bei zeitlicher und räumlicher Entfernung nicht der Fall ist - Allgemeine Relativitätstheorie: hier muss der Begriff des Abstands noch weiter verallgemeinert werden.
II 115
Raum-Zeit/Zeit/Impuls/Masse/RT/Russell: wenn wir Zeit durch Raum-Zeit ersetzen, stellen wir fest, dass die gemessene Masse (im Gegensatz zur Ruhemasse) eine Größe von derselben Art ist, wie der Impuls in einer gegebenen Richtung: man könnte sie Impuls der Zeitrichtung nennen - die gemessene Masse erhält man nämlich, indem man die invariante Masse mit der Zeit multipliziert, die beim Durchlauf des Abstands verstreicht. - Impuls: erhält man durch Multiplikation der invarianten Masse mit der Entfernung.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

> Gegenargumente gegen Russell



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.05.2017