Philosophie Lexikon der Argumente

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Realismus, Philosophie: Sammelbegriff für Theorien, die es grundsätzlich für möglich halten, dass wir Erkenntnisse über Gegenstände der Außenwelt erwerben, die von uns als Wahrnehmungssubjekten unabhängig sind. Ein starker Realismus vertritt typischerweise die These dass es sinnvoll sei, selbst über prinzipiell unerkennbare Gegenstände Hypothesen zu erstellen. Siehe auch Metaphysischer Realismus, Interner Realismus, Universalienrealismus, Konstruktivismus.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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II 449
Anti-realistisch: idealistisch, verifikationistisch: Phänomenalismus, Behaviorismus, Instrumentalismus oder Positivismus, Intuitionismus.
Themen: Kreisen vor allem und die Frage nach der Existenz bestimmter Entitäten.
So bestreiten die Phänomenalisten die Existenz physischer, äußerer Gegenstände als eigentlicher Bestandteile der Wirklichkeit.
II 450
Realismus: Vorsicht: für den Realisten ist die Erkennbarkeit dessen, was unsere Sätze war oder falsch macht, absolut irrelevant! Unsere Sätze sind wahr oder falsch auf Grund einer objektiven, von uns unabhängige existierende Wirklichkeit.
(> Seel: der Realist kann die Beschaffenheit der Welt nicht von unserem Wissen abängig machen!Daher kann er auch nicht behaupten, daß er weiß, wie die Welt im Innersten beschaffen ist.)
II 452
1. Objektivitätsthese: Bedeutung ist etwas Objektives.
2. Wahrheitsbedingungsthese: "Einen Satz verstehen heißt, seine Wahrheitsbedingungen zu kennen, also zu wissen, dass der Satz wahr ist, wenn dies oder jenes der Fall ist.
II 453
3. Realismusthese: jeder Satz hat einen bestimmten Wahrheitswert.
Unentscheidbare Sätze: Das Verständnis eines solchen Satzes kann sich daher in der sprachlichen Praxis nicht manifestieren.
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EMD II 102
Realismus/Dummett: Sätze, die weder wahr noch falsch sind, sind kein Problem: hier brauchen wir einfach mehrwertige Logik. - Problem: prinzipiell unentscheidbare Sätze. - Dann ist das Prinzip der Bivalenz nicht behauptbar.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.11.2017