Philosophie Lexikon der Argumente

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Reduktion, Philosophie: Die Zurückführung einer Menge von Aussagen auf eine andere Menge von Aussagen durch Umformulierung und Ersetzen von Begriffen eines Gegenstandsbereichs durch Begriffe aus einem anderen Gegenstandsbereich. Dabei muss es Bedingungen für die Ersetzbarkeit eines Begriffs aus dem ersten Bereich durch einen Begriff aus dem zweiten Bereich geben. Ein Beispiel für eine Reduktion ist das Zurückführen mentaler Begriffe auf physikalische Begriffe oder auf Verhalten. Siehe auch Brückengesetze, Reduktionismus, Übersetzung, Identitätstheorie, Materialismus, Physisch/psychisch, Physikalismus, Eliminativismus, Funktionalismus, Rollen, Unbestimmtheit.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 69
Eigenschaften/Reduktionismus/Maturana: aus epistemologischen Gründen können wir sagen: es gibt Eigenschaften, diese sind vielfältig und bleiben durch Interaktionen hindurch konstant. - Da Gegenstände durch die sie definierenden Interaktionen (Eigenschaften) erzeugt werden, erzeugen Gegenstände mit verschiedenen Eigenschaftsklassen unabhängige Interaktionsbereiche: jeder Reduktionismus ist ausgeschlossen.
((s) Reduktion/(s): unmöglich, wenn Verschiedenes verschieden bleibt.)
I 98
Reduktionismus/Reduktion/Maturana: es gibt keine mechanistische Reduktion - der Anschein entsteht dadurch, dass die Beschreibung der verschiedenen Phänomene im scheinbar gleichen Bereich erfolgt, die durch den Beobachter hergestellte Beziehung aber verloren geht - vitalistische Erklärung: notwendig reduktionistisch: sie unterscheidet nicht zwischen den von der Einheit und den von den Teilen erzeugten Phänomenbereichen.

Mat I
U. Maturana
Biologie der Realität Frankfurt 2000

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.05.2017