Philosophie Lexikon der Argumente

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Redundanztheorie: Die These, dass einem wahren Satz nichts hinzugefügt wird, wenn über ihn ausgesagt wird, dass er wahr ist. Anders ausgedrückt, behauptet jeder Satz seine eigene Wahrheit, das Anhängen des Wahrheitsprädikats „ist wahr“ wäre somit redundant. Siehe auch Urteil, Wahrheitstheorie, Wahrheitsdefinition, Deflationismus, Minimalismus, Disquotationalismus, Alles was er sagte ist wahr, Prädikation.
 
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I 252
Redundanztheorie/Tugendhat: in dem Ausdruck "p" (!) liegt gegenüber dem unvollständigen Ausdruck "dass p" ein Plus. - Es ist dieses Plus, dass in der Ergänzung durch "ist wahr" zum Ausdruck kommt. - Das ist überhaupt nicht trivial! Es wäre nur trivial, wenn man schon voraussetzt, dass man die Verwendung assertorischer Sätze bereits versteht - »wahr« ist eliminierbar - (Tugendhat pro Redundanztheorie).
I 266
TugendhatVsRedundanztheorie: wenn Wahrheit für die Bestimmung der Bedeutung eines Satzes (durch Wahrheitsbedingungen) notwendig ist, sollte "wahr" nicht eliminierbar sein.
I 315
Redundanztheorie/Tugendhat: setzt voraus, dass man den Unterschied zwischen ("es wird behauptet") "dass p" und "p" versteht.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

> Gegenargumente gegen Tugendhat
> Gegenargumente zu Redundanztheorie



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.05.2017