Philosophie Lexikon der Argumente

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Referenz, Philosophie: Mit Referenz wird a) die Relation zwischen einem Ausdruck und einem oder mehreren Gegenständen also die Bezugnahme oder b) der Gegenstand (Bezugsgegenstand) selbst gemeint. Terminologische Verwirrung entsteht leicht dadurch, dass der Autor, auf den dieser Begriff letztlich zurückgeht - G. Frege - von Bedeutung sprach (im Sinn von „auf etwas deuten“). Man nennt Referenz daher manchmal auch Fregesche Bedeutung im Gegensatz zu Fregeschem Sinn, der das bezeichnet, was wir heute Bedeutung nennen. Siehe auch Bedeutung, Sinn, Intension, Extension.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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Horwich I 437
"Elite-Klassen"/Natur/natürliche Referenz/Welt/Sprache/Lewis/Putnam: These: es gibt bestimmte Klassen von Dingen "da draußen" (Eliteklassen) die intrinsisch unterschieden sind, wobei es eine "natürliche Bedingung" für Referenz ist, (in die Natur eingebaut), daß möglichst viele unserer Begriffe auf diese Eliteklassen referieren sollten. - PutnamVs: das ist "spukhaft".
Schw I 149
"Neue Theorie der Referenz"/Putnam: Referenz hab nichts mit assoziierter Beschreibung zu tun - dann könnte Schmerz in Wirklichkeit auch Freude sein.(Kripke dito) - LewisVsPutnam: Lösung: Rolle: Schmerz kann nicht die Rolle von Freude spielen.
Schw I 217
Referenz/Kennzeichnungstheorie der R/Lewis: These Ausdrücke wie "mögliche Welt", "Bedeutungen", "Schmerz" "objektive Wahrscheinlichkeit" sind mit Rollen assoziiert, die festlegen, worauf sie sich beziehen.
Putnam II 195 f
Referenz/Lewis: ist eine funktionale Eigenschaft/fE: (siehe Eig/Put) - Pointe: soll Unterscheidung physikalisch/ nichtphysikalisch unterlaufen - R ist dann eine fE des Organismus-plus-Umwelt-Systems - dann ist die Gemeinsamkeit der Bezugnahmen ebenso abstrakt wie ein Programm, verlangt aber keine fundamentalen Größen . - PutnamVsLewis: Referenz keine funktionale Eigenschaft keine Kausalität bzw. Kausalität nichts physikalisches. - (>Charles Fried).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 17.11.2017