Philosophie Lexikon der Argumente

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Referenz, Philosophie: Mit Referenz wird a) die Relation zwischen einem Ausdruck und einem oder mehreren Gegenständen also die Bezugnahme oder b) der Gegenstand (Bezugsgegenstand) selbst gemeint. Terminologische Verwirrung entsteht leicht dadurch, dass der Autor, auf den dieser Begriff letztlich zurückgeht - G. Frege - von Bedeutung sprach (im Sinn von „auf etwas deuten“). Man nennt Referenz daher manchmal auch Fregesche Bedeutung im Gegensatz zu Fregeschem Sinn, der das bezeichnet, was wir heute Bedeutung nennen. Siehe auch Bedeutung, Sinn, Intension, Extension.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 177
Proposition/Satz/Wahrheit/Wissen/Identifikation/Evans: (1982, 31) Bsp "Julius" sei der (starre) Name des Erfinders des Reißverschlusses (wer auch immer es war) - dann drückt "Julius wurde in Minsk geboren" eine bestimmte Proposition über ein bestimmtes Individuum aus, aber wir wissen nicht, wer das Individuum ist - d.h. wir wissen nicht, welche Proposition durch den Satz ausgedrückt ist.
I 180f
Referenz/Stalnaker: wir haben zwei Bilder über Sprache bzw. Denken über einen Gegenstand:
a) direkt kraft einer Kausalrelation (>Kripke)
b) indirekt durch unser Erfassen (>Frege) und Ausdrücken rein qualitativer Begriffe, die von bestimmten Dingen (Einzeldingen, ED) instantiiert werden. - Führt das für Kripke zum Essentialismus?
SearleVsMill: "direkte Referenz" (ohne zwischengeschalteten Sinn) führt in eine metaphysische Falle: Trennung von Objekt und Eigenschaften.
Lösung/Stalnaker: richtig verstanden geht es um die modalen Eigenschaften eines Dings. - ((s) "...hätte anders sein können".)

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.05.2017