Philosophie Lexikon der Argumente

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Regularität, Philosophie: Regelmäßigkeit; Der Ausdruck wird meist im Zusammenhang mit Erwägungen zur Kausalität gebraucht. Es ist die Frage, ob die Feststellung von Regelmäßigkeiten hinreichend ist für die Formulierung von Naturgesetzen. Gegner der Regularitätstheorie verlangen, dass zusätzlich zur Beobachtung positiver Fälle eine formale Festlegung auf noch nicht eingetretene Fälle eingegangen wird. Dazu wird z.B. ein kontrafaktisches Konditional aufgestellt. Bsp Wenn A der Fall wäre, wäre B der Fall, wobei angenommen wird, dass der Fall A (noch) nicht eingetreten ist. Siehe auch Kausalität, Naturgesetze, Gesetze, Kontrafaktische Konditionale, Irreale Bedingungssätze, Ursache, Wirkung, Induktion.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 42/43
Gleichförmigkeit/Hume: Gleichförmigkeit der Welt: sowohl der Glaube an eine gleichförmige als auch der an eine ungleichförmige Welt (in der die Prognosen nicht eintreffen) beziehen sich auf einen kontingenten Tatbestand der Wirklichkeit - daher kein logischer Nachweis - Empirie, setzt wiederum Gleichförmigkeit schon voraus - für die Gleichförmigkeitsthese selbst lässt sich also nie feststellen, ob sie zu Erfolg oder Misserfolg führt. - Rutte: wer an universale Gleichförmigkeit glaubt, muss durch Raten vorgehen, wer rät, glaubt nicht an Gleichförmigkeit aber an eine Methode für den Erfolg - Widerspruch.
II 45
Gleichförmigkeit der Welt/Rutte: ein Glaube an sie sollte beibehalten werden - ein Übergang zu ihr ist allerdings methodisch nicht zu rechtfertigen.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.05.2017