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Computation, Philosophie: unter anderem die These, dass das Gehirn Signale nach Algorithmen verarbeitet. Im allgemeineren Sinn, dass bei Wahrnehmung Information verarbeitet wird. Es ist die Frage, wie eindeutig eine Abbildungsrelation zwischen nicht näher bekannten Symbolen sein muss bzw. überhaupt sein kann und wie weit beide Seiten semantisch verfasst sein müssen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Stephen Wolfram über Computation – Lexikon der Argumente

Brockman I 268
Computation/Wolfram: Wir können argumentieren, dass unser Gehirn wesentlich komplexere Computationen durchführt als die in der Atmosphäre. Aber es stellt sich heraus, dass es eine breite Äquivalenz zwischen den Arten von Berechnungen gibt, die verschiedene Arten von Systemen durchführen. Das macht die Frage nach dem menschlichen Zustand in gewissem Sinne schmerzlich, denn es scheint, dass wir nicht so besonders sind, wie wir dachten. Es gibt all die verschiedenen Natursysteme, die in Bezug auf ihre Rechenfähigkeiten ziemlich gleichwertig sind. Was uns von all diesen anderen Systemen unterscheidet, sind die Einzelheiten unserer Geschichte, die uns unsere Vorstellungen von Zweck und Zielen vermitteln. >Künstliche Intelligenz/Wolfram.
Brockman I 271
(...) Ich erkannte, dass es keine klare Grenzlinie zwischen dem, was intelligent ist, und dem, was einfach computerbasiert ist, gibt.
Brockman I 283
Das Problem der abstrakten KI ist ähnlich wie das Problem der Erkennung außerirdischer Intelligenz: Wie stellt man fest, ob es einen Zweck hat oder nicht? Wir sagen Dinge wie: "Weil, die KI wird intelligent sein, wenn sie es bla-bla-bla-bla tun kann." Aber es gibt viele andere Wege, um zu diesen Ergebnissen zu gelangen. Auch hier gibt es keine klare Grenze zwischen Intelligenz und bloßer Computation. >Zwecke/Wolfram.


Wolfram, Stephen (2015) „Artificial Intelligence and the Future of Civilization” (edited live interview), in: Brockman, John (ed.) 2019. Twenty-Five Ways of Looking at AI. New York: Penguin Press.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Wolfram, Stephen

Brockman I
John Brockman
Possible Minds: Twenty-Five Ways of Looking at AI New York 2019

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> Gegenargumente zu Computation

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