Philosophie Lexikon der Argumente

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Relationen, Philosophie: Das, was an Gegenständen oder Zuständen entdeckt werden kann oder hergestellt wird, wenn man sie mit anderen Gegenständen oder anderen Zuständen im Hinblick auf eine ausgewählte Eigenschaft vergleicht. Z.B. sind festgestellte Größenunterschiede zwischen Gegenständen A und B, die mit dem Ausdruck „größer“ oder „kleiner“ als Verbindungsglied in eine sprachliche Ordnung gebracht werden, Feststellungen von Relationen, die zwischen den Gegenständen bestehen. Identität oder Gleichheit wird von den meisten Autoren nicht als Relation akzeptiert. Siehe auch Raum, Zeit, Ordnung, Kategorien, Reflexivität, Symmetrie, Transitivität.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 63
Relation-in-Extension/RiE/Prior: zwei-stellige Prädikate können in der gleichen Weise mit Relationen-in-Extension assoziiert werden. - Bsp Beides: Vater-und-Mutter-sein-von ist nicht dasselbe wie beides: größer-und-kleiner-sein-als aber die korrespondierenden "Relationen-in-Extension" sind dieselbe!
I 111
Relation: Richard denkt an Joan": Relation (außerdem Satz über zwei Personen). - Aber "Richard denkt, dass p": keine Relation. - Bsp Zu denken "jemand ist nebenan": ist keine Relation zu irgendjemand - (auch nicht, wenn jemand den Gedanken wahr macht). - Denken braucht kein Objekt!
I 114
Denken/Prior: braucht kein Objekt: Bsp "jemand ist nebenan" : keine Relation zu jemand - im Sinn von "über" (about,aboutness) - Bsp Jemand hat meinen Bleistift gestohlen", bis ich merke dass ich ihn verloren habe.
Lösung/Prior: denken-"an" kann man an etwas beliebiges, nichtexistierendes (oder "von", "of", (später Vs!) - nicht aber denken - "über" - (>Einhorn). - "An", "von" ist zweideutig: ich kann auch denken, dass ich etwas von x denke und später erfahren, dass x nicht existiert, aber das hebt mein Denken nicht auf. - Prior: aber es geht nicht um den Unterschied "Denken überhaupt" und "Inhalt". - Variante: "wenn ich an die Existenz von x glaube, kann ich etwas von x denken": Vs: dann kann jemand, der nicht daran glaubt, nicht denken, dass ich etwas von x denke.
I 136
Relation/Prior: Glauben ist keine Relation, sonst ware die Relation zu Cicero = Relation zu Tullius - echte Relationen haben Konversen.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003

> Gegenargumente gegen Prior



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.06.2017