Philosophie Lexikon der Argumente

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Relationen, Philosophie: Das, was an Gegenständen oder Zuständen entdeckt werden kann oder hergestellt wird, wenn man sie mit anderen Gegenständen oder anderen Zuständen im Hinblick auf eine ausgewählte Eigenschaft vergleicht. Z.B. sind festgestellte Größenunterschiede zwischen Gegenständen A und B, die mit dem Ausdruck „größer“ oder „kleiner“ als Verbindungsglied in eine sprachliche Ordnung gebracht werden, Feststellungen von Relationen, die zwischen den Gegenständen bestehen. Identität oder Gleichheit wird von den meisten Autoren nicht als Relation akzeptiert. Siehe auch Raum, Zeit, Ordnung, Kategorien, Reflexivität, Symmetrie, Transitivität.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 272f
Undurchsichtiges Verb: "jagt Löwen" setzt gar nichts in Beziehung, bezeichnet keinen Löwen - relativer Term Polizei jagt einen Menschen
I 361
Abstraktion von Relationen,Propositionen und Eigenschaften: undurchsichtig (Planeten)~ I 295
Eigenschaften, Relationen: Bedeutung zeitloser offener Sätze - nicht identifizierbar! (Wie Propositionen).
I 362
Elimination von Relationen und Eigenschaften zugunsten Klassen geordneter Paare, offener Sätze, allgemeiner Termini - sogar verstreute Gegenstände (im Fall der Farben)
Relativität: zusätzliche Dimension: Raum-Zeit: Punkt-Momente absolut verschieden, unabhängig von relativer Bewegung des Gesichtspunkts
I 439
Abstrakter Term "Äquator" usw: können und müssen umformuliert werden. "näher am Äquator als": relativer Term. - Oder: nach Sonnenstand. - Vierdimensionale Raumzeit-Koordinaten (Quintupel, Hyperkörper, nicht Cartesisch) > Wiedereinführung der geometrischen Gegenständen an den Raumzeit-Punkten
I 462
Nominalismus: kann Relationen, Klassen, usw. nicht benutzen ("Ahne", "Nachfolger", "größer als", "genausoviele", Quantifikation) - es gibt aber Stufen des Verzichts.
IX 17
Relationen/Quine: konnex: "x"y[x,y ε (R U ^R)" " ϑ > x(R U ^R U I)y, - ((s) (R U ^R U I): Bsp "größer oder kleiner oder gleich". (>Gesetz der Vergleichbarkeit).)
reflexiv: "x"y[x,y e(R n U ^R)" " ϑ > xRx
irreflexiv: R < _I, - symmetrisch: R = ^R
asymmetrisch: R < _^R - antisymmetrisch: R ∩ ^R < I
transitiv: R I R < R
intransitiv: R I R < _R
IX 43
Relationen/Quine: Klassen von Klassen - nämlich durch die Klasse aller geordneten Paare mit Fxy simuliert.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

> Gegenargumente gegen Quine



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.07.2017