Philosophie Lexikon der Argumente

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Kategorien: Grundbegriffe zur Einteilung der Gegenstände eines Wissensgebietes in verschiedene Gruppen bzw. Hierarchien. In der Philosophie unterschieden sich die Kategoriensysteme verschiedener Autoren zum Teil erheblich. Begriffe, die sich nicht zur Kategorienbildung eignen, sind Transzendentalien, wie z.B. der Begriff der Ähnlichkeit. Diese Begriffe sind jedoch wiederum auf die kategorisierten Gegenstände anwendbar.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

KI-Forschung über Kategorien - Lexikon der Argumente

Norvig I 440
Kategorien/KI-Forschung/Norvig/Russell: Die Organisation von Objekten in Kategorien ist ein wesentlicher Bestandteil der Wissensrepräsentation. Obwohl die Interaktion mit der Welt auf der Ebene der einzelnen Objekte stattfindet, finden viele Schlussfolgerungen auf der Ebene der Kategorien statt. Kategorien dienen auch dazu, Vorhersagen über Objekte zu treffen, sobald sie klassifiziert sind. Man leitet das Vorhandensein bestimmter Objekte aus dem Wahrnehmungsinput ab, leitet die Kategoriezugehörigkeit aus den wahrgenommenen Eigenschaften der Objekte ab und verwendet dann Information über Kategorien, um Vorhersagen über die Objekte zu treffen. >Wissensrepräsentation/Norvig, >Ontologie/KI-Forschung.
Es gibt zwei Möglichkeiten, Kategorien in der Logik erster Ordnung darzustellen: Prädikate und Objekte.
Vererbung: Kategorien dienen der Organisation und Vereinfachung der Wissensbasis durch Vererbung. Wenn wir sagen, dass alle Instanzen der Kategorie Lebensmittel essbar sind, und wenn wir behaupten, dass Obst eine Unterklasse von Lebensmitteln ist und Äpfel eine Unterklasse von Obst ist, dann können wir daraus schließen, dass jeder Apfel essbar ist. Wir sagen, dass die einzelnen Äpfel die Eigenschaft der Essbarkeit erben, in diesem Fall von ihrer Zugehörigkeit zur Kategorie Lebensmittel.
Norvig I 454
Schlussfolgerungssysteme für Kategorien: a) Semantische Netzwerke: Verwenden Labels wie männlich/weiblich, "Mutter/Vater" etc. Die Notation des semantischen Netzwerks macht es einfach, eine Schlussfolgerung über Vererbung durchzuführen (...).
Norvig I 455
Vererbung: wird kompliziert, wenn ein Objekt zu mehr als einer Kategorie gehören kann oder wenn eine Kategorie eine Teilmenge von mehr als einer anderen Kategorie sein kann; dies wird als Mehrfachvererbung bezeichnet. In solchen Fällen kann der Vererbungsalgorithmus zwei oder mehr widersprüchliche Werte finden, die die Anfrage beantworten. Aus diesem Grund ist die Mehrfachvererbung in einigen objektorientierten Programmiersprachen (OOP), wie z.B. Java, die die Vererbung in einer Klassenhierarchie verwenden, verboten. Es ist in der Regel in semantischen Netzwerken erlaubt (...).
Norvig I 456
Beschreibungslogik: Beschreibungslogiken sind Notationen, die es einfacher machen sollen, Definitionen und Eigenschaften von Kategorien zu beschreiben. Die wesentlichen Inferenzaufgaben für die Beschreibungslogik sind Subsumtion (überprüfen, ob eine Kategorie eine Teilmenge einer anderen ist durch Vergleich ihrer Definitionen) und Klassifizierung (überprüfen, ob ein Objekt zu einer Kategorie gehört).
Norvig I 456
VsBeschreibungslogik/Norvig: Entweder können schwere Probleme gar nicht festgestellt werden, oder sie erfordern exponentiell große Beschreibungen! ((s) Für eine Lösung siehe >Conceptual Space/Gärdenfors; >Semantic Web/Gärdenfors. (GärdenforsVsRussell, Stuart/GärdenforsVsNorvig). >Beschreibungslogik/KI-Forschung.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
KI-Forschung

Norvig I
Peter Norvig
Stuart J. Russell
Artificial Intelligence: A Modern Approach Upper Saddle River, NJ 2010

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