Philosophie Lexikon der Argumente

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Russels Paradoxie: Auch Russellsche Antinomie genannt. Die Menge aller Mengen, die sich nicht selbst als Element enthalten. Das Problem ist, dass die Bedingung für das Enthaltensein in dieser Menge gleichzeitig die Bedingung für das Nichtenthaltensein in derselben Menge ist. Siehe auch Paradoxien, Menge, Mengenlehre.
 
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I 102
Russells Paradoxie/Lösung/Lesniewski: das Problem besteht darin, eine Mehrdeutigkeit im Begriff "Klasse" zu übersehen: mereologisch: als Summe: dann gibt es kein Problem, denn jede Summe enthält sich selbst als Teil. Dann gibt es keine Klasse, die sich nicht selbst enthält.
SimonsVsLesniewski: das ist nicht direkt relevant. Russells Klassen sind nicht konkrete Ganze, sodass jeder Teil ein Element ist.
Russell: Bsp die Menge der Teelöffel ist nicht Teil ihrer selbst, weil diese Menge kein Teelöffel ist. Die Elemente können nicht einfach irgend ein Teil des Haufens der Teelöffel in der Welt sein. Es können nur Teelöffel sein
((s) nicht Bsp einige Griffe oder einige Stiele. (Diese können aber ein mereologischer Teil des Haufens sein, sie können ein mereologisches Individuum bilden).
Def distributive Klasse/Lesniewski: Klassen, deren Elemente genau bestimmt sind (und nicht willkürliche Zusammenballungen sein können) Bsp Elemente der Menge der Teelöffel nur Teelöffel, keine Griffe.
LesniewskiVs: solche Klassen gibt es gar nicht (pro Nominalismus).
Def kollektive Klasse/Mereologie/Lesniewski: beliebige (willkürliche) Zusammenfassungen Bsp nicht nur Teelöffel, sondern auch eine Ansammlung von Griffen von Teelöffeln, als Teil der Menge der Teelöffel.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.05.2017