Philosophie Lexikon der Argumente

 
Rylesche Vorfahren: Ausdruck von W. Sellars (Sellars, Empricism and the philosophy of mind, 1956, pp. 91-93) für eine angenommene Sprachgemeinschaft innerhalb eines Gedankenexperiments. Die Sprache dieser Menschen beschränkt sich auf Ausdrücke für öffentlich identifizierbare Gegenstände und deren wahrnehmbare Eigenschaften. Es ist die Frage, welche Ausdrucksmittel dieser Sprache hinzugefügt werden müssten, damit die Sprachbenutzer in der Lage sind, sich selbst und andere als denkend, beobachtend und fühlend zu erkennen (vgl. http//www.jg-eberhardt.de (11.05.2017)). Siehe auch Privatsprache, Referenz, Gedankenobjekte, Intensionale Objekte, Intensionen, Propositionen, Individuation, Einführung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Richard Rorty
Frank I 602f
Rylesche Vorfahren/Empfindungen/Jones/Sellars/Rorty: auch Empfindungen waren nach dem Mythos von "Jones" ursprünglich theoretische Entitäten - "innere" Zustände, wie postuliert wurden, um das Auftreten bestimmter Gedanken zu erklären. Bsp den Gedanken, dass sich ein Dreieck vor mir befindet, wenn da keines ist. (Schein, durch Empfindung erklärt.) - auch Empfindungen hatten "innere Eigenschaften", die sie nicht mit einem physikalischen Gegenstand teilten - "von" ist bei Empfindungen kein relationaler Ausdruck. "Von-rot": der Bindestrich soll die Einfachheit bzw. Unanalysierbarkeit ausdrücken - Jones: der Mann, der im Mythos von Sellars das Bewusstsein erfand - Berichte über innere Zustände erst nach langem Lernen - was heißt dann "innerlich" - Rorty: so etwas zu postulieren, liefert keine Erklärung für das "Nichtphysische", (genauso wenig wie Ryles Dispositionen) - sie setzen das Physische nicht in Gegensatz zu etwas anderem - statt "Gedanke über p" könnte man genauso gut sagen: "Gehirnprozess über p".


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

> Gegenargumente gegen Rorty
> Gegenargumente zu Rylesche Vorfahren

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.09.2017