Philosophie Lexikon der Argumente

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Sätze: Sprachliche Formen zum Ausdrücken von bestehenden oder nichtbestehenden Sachverhalten, von Bedingungen, Wünschen, Fragen oder Befehlen. Aussagesätze können wahr oder falsch sein, im Gegensatz zu anderen Formen von Sätzen oder einzeln stehenden Wörtern. Siehe auch Subsententiales, Wahrheit, Aussagen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 252f
"Rein bezeichnend" eindeutig (Ersetzbarkeit der Identität) nicht:"Tullius war ein Römer" ist trochäisch - Bsp Steuerrpüfer/Direktor - > propositionale Einstellung - Ein Ausdruck in Anführungszeichen ist nicht rein bezeichnend - mehrdeutiger Bezug - jede Wahrheitsfunktion ist zeichnungsdurchsichtig.
I 332
Satz = Universale! - Wert der Variablen: Proposition (Gegenstand) - bleibt auch nach singulären Termini bestehen! - Die Proposition widersteht Wechsel des Wahrheitswerts - die Proposition bleibt in "x0p" namenlos.
I 337
Satz: nicht Klasse seiner Äußerungen, sonst nichtgeäußerte = Nullklasse (alle gleiche Bedeutung) - Satz auch nicht Eigenschaft von Äußerungen.
Lösung:Satz als Folge: Klasse von Paaren - Teilzeichen: Klasse von Äußerungsereignissen.
I 336
Wörter bezeichnen - Sätze nicht! (keine sing Term)! - Dennoch hat ein Satz Bedeutung: den durch Einklammerung des Satzes gebildete singuläre Termini!(keine Proposition!) - Proposition hier:Vervollständigung des entspr Satzes zu einem zeitlosen - zeitloser Satz "Die Tür ist offen": welche Tür? bezeichnet nichts.
Prior I 35
Satz/Quine: kein Gegenstand! - dann auch keine Quantifikation, keine gebundenen Variablen dafür - PriorVsQuine: unproblematisch: Bsp "J. glaubt p": J. glaubt irgendetwas, das steht letztlich für einen Satz.
Quine VII 109~
Satz/QuineVsFrege: Sätze müssen nicht als Namen angesehen werden und "p" ,"q" nicht als Variablen, die Entitäten als durch Aussagen benannte Entitäten als Werte annehmen
X 31
Satz/Quine: von Sätzen sprechen wir nur, wenn wir verallgemeinern wollen - (und das nicht über Gegenstände können)
X 35
Semantischer Aufstieg/Quine: diese Erwähnung von Sätzen ist nur eine technische Notwendigkeit, die entsteht, wenn wir in einer Dimension verallgemeinern wollen, die sich nicht durch eine Variable erfassen lässt.
XII 39
Satz/Proposition/propositionale Einstellung/Übersetzung/ChurchVsQuine: wenn Satz statt Proposition Bedeutungsträger dann Problem: Bsp "Edwin glaubt den deutschen Satz S" in Englisch übersetzen:
a) Satz belassen,
b) englisch in indirekter Rede wiedergeben: dann sind beide nicht äquivalent.
QuineVsVs: zugegeben, aber unklarer Begriff der alltagssprachlichen Äquivalenz - Quine: dennoch sprachliche Formen nicht als Objekte von propositionalen Einstellungen annehmen: zu künstlich.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

> Gegenargumente gegen Quine



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 19.08.2017