Philosophie Lexikon der Argumente

 
Schein, Philosophie: A. Im engeren Sinn Ausdruck für irrtümliche Eindrücke, die durch falsche Behauptungen oder durch Wahrnehmungstäuschung hervorgerufen wurden. B. Allgemeiner Begriff für notwendige Vermittlung aller Erkenntnisse durch die Sinnesorgane und deren Darstellung durch sprachliche Mittel. Siehe auch Gehirne im Tank, Wahrnehmung, Sinneseindrücke, Irrtümer, Wahrheit, Objektivität.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 424
Schein/Erscheinen/BrandomVsPhänomenalismus: "Es sieht so aus" hält einfach eine Billigung zurück.
I 426
Fehler: Schein als kognitiven Akt zu verstehen, über den man sich nicht irren kann - sonst würde der Geist aus unfehlbaren Repräsentationen bestehen. - Lösung: Irrtum und Misserfolg sind hier gar nicht anwendbar - Billigungen die man nicht geben kann, kann man auch nicht zurückhalten. - Ebenso ein Fehler: einen Versuch aufzufassen als Handlung, die (also solche) nicht misslingen kann.
I 428
Scheinen/Phännomenologie: geht über Supervenienz hinaus: > Reduktionismus: Wahrnehmungsbedingungen sind nur in Begriffen formulierbar, wie die Dinge sind. - Bsp Etwas kann nicht bloß so scheinen, dass es rot zu sein scheint, ohne dass es wirklich rot zu sein scheint. Bsp Man kann versuchen, ein Gewicht zu heben, ohne es wirklich zu heben, aber man kann nicht bloß versuchen, es zu versuchen, ohne es wirklich zu versuchen.
I 425
Schein/Erscheinen/Sellars: zwei Verwendungsweisen: 1. Bsp Das Huhn scheint eine Anzahl Flecken zu haben, aber es gibt keine bestimmte Anzahl, die es zu haben scheint - 2. Unterscheidung zwischen a) Es sie so aus, als sei da ein Baum - b) Da ist etwas, das wie ein Baum aussieht - c) Da drüben ist ein Baum - Verstehen/Brandom: hier setzt "scheint rot" "ist rot" voraus - Scheinen: ist nicht iterierbar (Versuchen: ebensowenig).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

> Gegenargumente gegen Brandom

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.09.2017