Philosophie Lexikon der Argumente

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Schmerz, Philosophie des Geistes: In der philosophischen Diskussion geht es um die Besonderheiten des Begriffs Schmerz im Gegensatz zu anderen Begriffen wie Wahrnehmungen, Empfindungen und Reizen. Insbesondere geht es darum, wie das Verhältnis zwischen körperlicher und geistiger Realisation von Schmerzen beschaffen ist. Siehe auch Leib-Seele-Problem, Fremdpsychisches, Starrheit, Mögliche Welten, Semantik möglicher Welten, Wahrnehmung, Introspektion, Privatsprache, Notwendigkeit, Gewissheit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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II 192 ff
Schmerz/Dennett: Bsp ab wann ist ein Fötus leidensfähig: bisher kann man keine derartigen Aussagen machen, und es besteht auch kein Grund zu der Annahme, dass es sich später irgendwann ergeben wird.
Vielleicht könnte sich irgendwann eine von der Natur gezogene Grenze offenbaren, aber wir sollten nicht darauf zählen, solange wir es uns noch nicht einmal vorstellen können.
Schmerz/Tier/Dennett: das Phänomen des Schmerzes ist bei verschiedenen biologischen Arten weder einheitlich noch einfach. Das erleben wir schon bei uns selbst.
Bsp erleben wir die Reize, die verhindern, dass wir im Schlaf eine verdrehte Haltung einnehmen, als Schmerz?
Damit Schmerzzustände von Bedeutung sind, muss es ein bleibendes Subjekt geben, für das sie Bedeutung haben!
Bsp angenommen, Sie könnten alle ihre Schmerzen auf die letzten fünf Minuten des Jahres verschieben.
Dennett: ich wäre sicher dazu bereit, auch wenn der Schmerz verdoppelt würde.
Das hätte nun aber die erstaunliche Konsequenz, dass ein "Wohltäter", der das ermöglichte, das Leiden in der Welt verdoppeln würde und dafür noch Dank erntete!
Das Schreckliche ist nicht das Leiden, sondern das Ereignis, das es verursacht. Bsp der Verlust des Arbeitsplatzes, der Verlust eines Menschen.
Wenn wir das Leiden in der Welt vermindern wollen, müssen wir nicht die Gehirne der Geschöpfe untersuchen, sondern ihr Leben!


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

> Gegenargumente gegen Dennett



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 17.08.2017