Philosophie Lexikon der Argumente

 
Selbstbezüglichkeit, Philosophie: A. Die Beschreibung einer Handlung oder einer Aussage eines denkenden Subjekts, die von eben diesem Subjekt handelt. B. Die Beschaffenheit eines sprachlichen Ausdrucks (Wort oder Satz) der durch seine Anwendung auf eben diesen Ausdruck zutreffen soll. Siehe auch Zirkularität, Außen/innen, Bezugssystem, Paradoxien, Heterologie, Paradoxien.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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GLU I 163f
Selbstreferenz/Luhmann/GLU: es gibt Systeme, die sich durch jede ihrer Operationen auf sich selbst beziehen: Soziale, psychische, organische Systeme, die die Wirklichkeit nur aufgrund dieses Selbstkontaktes beobachten können. - Selbstreferenz liegt vor wenn die Operation der Beobachtung in das eingeschlossen wird, was bezeichnet wird. - Selbstreferenz ist weder analytisch noch Merkmal eines transzendentalen Subjekts: Gegenstand der Systemtheorie ist weder der Mensch noch das Subjekt. - Selbstreferenz ist keine Tautologie. - Sie bezeichnet nicht unmittelbar sich selbst. - Bsp wenn Selbstreferenz sich auf einen Prozess bezieht: gibt es die Unterscheidung vorher/nachher.
II 163
Blinder Fleck/Luhmann/Reese-Schäfer: das Versagen der Beobachtung in allen Situationen, in denen selber gehandelt oder entschieden werden muss. - Handeln zur Gefahrenabwehr ist gewiss nötig und möglich, jedoch nicht als wissenschaftlich abgesichertes Handeln. - Hier hat die Systemtheorie ihre Grenze.
AU I Kass 4
Def Selbstreferenz/Luhmann: Mitteilung: "Was läuft im System?". - Def Fremdreferenz: Information (vergangene oder externe Systemzustände). - Selbstreferenz/Fremdreferenz: daher gibt es die Unterscheidung zwischen dem, was ein System als Umwelt unterscheiden kann, und dem, was ein Beobachter als Umwelt sehen könnte.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

AU I
N. Luhmann
Einführung in die Systemtheorie Heidelberg 1992

Lu I
N. Luhmann
Die Kunst der Gesellschaft Frankfurt 1997

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.09.2017