Philosophie Lexikon der Argumente

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Selbstbezüglichkeit, Philosophie: A. Die Beschreibung einer Handlung oder einer Aussage eines denkenden Subjekts, die von eben diesem Subjekt handelt. B. Die Beschaffenheit eines sprachlichen Ausdrucks (Wort oder Satz) der durch seine Anwendung auf eben diesen Ausdruck zutreffen soll. Siehe auch Zirkularität, Außen/innen, Bezugssystem, Paradoxien, Heterologie, Paradoxien.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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II 75
Selbst-Referenz/Nozick: (in allen möglichen Welten (MöWe)) hat zwei Komponenten:
a) starr: in allen Welten auf dasselbe Ding
b) in jeder möglichen Welt auf sich selbst (in dieser einen möglichen Welt).
Dafür muss der Ausdruck durch seinen Sinn festgelegt sein - das macht wiederum Umstände überflüssig. - Starrheit nicht hinreichend: Bsp Gödelzahl. - (Die Gödelzahl ist wohl aber notwendig selbstreferentiell).
II 81
Ich/Selbstreferenz/Wahrheit/semantische Tatsachen/Nozick: Problem: Wahrheit (bzw. semantische Tatsache) hilft nicht, um zu wissen, dass man selbst derjenige ist, auf den ein Satz mit "Ich" sich bezieht - Bsp "Genau dieser Hervorbringer des Tokens "Ich bin in Cambridge"". - Hier muss man immer noch wissen, dass man es ist. - Sonst ist es nicht besser als "genau dieses X". - ((s) Lösung/(s): Es muss Wissen über die Wahrheit sein.)
II 93
Selbstreferenz/Nozick: sollte nicht durch ein dauerndes Merkmal definiert werden, sondern durch etwas, das im Akt des Referierens entsteht. - ((s) Das ist dann indexikalisch, aber unproblematisch.) - Pointe: Bsp "genau dies" ist dann immer noch von außen beschrieben. - D.h. es ist immer noch nicht reflexiv. - Nozick: pro: dann gibt es keine Frage "Wie ist’s möglich?".

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994

> Gegenargumente gegen Nozick
> Gegenargumente zu Selbstbezüglichkeit



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.05.2017