Philosophie Lexikon der Argumente

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Selbstzuschreibung, Philosophie: Das Feststellen von Eigenschaften, die ein Subjekt auf sich selbst bezieht durch dieses Subjekt. Dabei geht es darum, dass diese Art von Feststellungen einen höheren Grad an Gewissheit für sich in Anspruch nehmen kann als Fremdzuschreibungen. Siehe auch Gewissheit, Zuschreibung, Wahrheitsbedingungen, Privilegierter Zugang, Introspektion, Ich, Selbst, Person.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Roderick Chisholm über Selbstzuschreibung – Lexikon der Argumente

Chisholm II 117
Chisholm Selbstzuschreibung/Fremdzuschreibung (indirekte Zuschreibung) - entspricht Russell: Wissen durch Bekanntschaft/bzw. durch Beschreibung - Chisholm: dann ist letztlich alles attributiver Bezug (wegen direkter Zuschreibung). - Patentlösung: dann besteht allein schon durch die Selbstzuschreibung eine Einzigkeitsrelation - wenn die Existenz des Gegenstands gesichert ist.

Brandl, Johannes. Gegen den Primat des Intentionalen. In: M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

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Frank I 19ff
Selbstzuschreibung/Chisholm: ich kann mich sehr wohl bei der Interpretation irren.
Frank I 261ff
Selbstzuschreibung/VsChisholm: ein Kleinkind urteilt nicht zuerst, dass es die Mutter wiedererkennt und schreibt sich dann das Urteil selbst zu.


Roderick M. Chisholm (1981): The First Person. An Essay on Reference
and Intentionality, Brighton 1981


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Chisholm I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chisholm II
Roderick Chisholm

In
Philosophische Aufsäze zu Ehren von Roderick M. Ch, Marian David/Leopold Stubenberg Amsterdam 1986

Chisholm III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

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