Philosophie Lexikon der Argumente

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Semantik: Das Gebiet der Sprachwissenschaft, das sich mit der Bedeutung von Ausdrücken, Wörtern, Wortteilen, Sätzen oder Zeichen beschäftigt. Hilfsmittel zur Feststellung der Bedeutung sind Untersuchungen des Gebrauchs und die Bestimmung des Wahrheitswerts (wahr oder falsch) der Aussagen, die aus den sprachlichen oder handlungsmäßigen Äußerungen ermittelt werden können. Semantische Fragen sind daher letztlich Wahrheitsfragen. Siehe auch Wahrheit, Referenz, Bedeutung, Sinn, Semiologie, Zeichen, Symbole, Syntax, Pragmatik, Linguistik.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 222
Semantik/Dennett: die ersten Verbindungen sind freilich so primitiv, dass man sie kaum als "semantisch" bezeichnen kann.
Sobald aber ein semantisches Zuordnungssystem geschaffen ist (indem ein Proteinfragment sich mit einer Nucleotidkette vereinigt, der es vorher geholfen hat) dann beschleunigt sich das Ganze. Jetzt kann ein Abschnitt eines Codes etwas codieren. neue Dimension der Bewertung. Proteine werden nach ihren Katalysatoreigenschaften bewertet.
I 490f
Semantik/Syntax/Dennett: im Fall der Gene gibt es tatsächlich eine Zuordnung zwischen syntaktischer und semantischer Identität: eine genetische Sprache, in der die Bedeutung in groben Zügen über alle Arten hinweg erhalten bleibt.
Dennoch müssen wir die beiden Dimensionen unterscheiden: In der Bibliothek von Babel erkennen wir eine Gruppe syntaktischer Varianten, die alle zur Moby-Dick-Gruppe gehören, aber aufgrund der Semantik, nicht aufgrund syntaktischer Ähnlichkeit.
Gene erkennen wir vor allem aufgrund ähnlicher phänotypischer Effekte wieder, z.B. Augen oder Hämoglobin-Erzeugung.
I 221
Semantik/Syntax/Leben/Eigen/Dennett: die strukturelle Stabilität steht in keinem Zusammenhang zur semantischen Information. Diese kommt erst im Übersetzungsprodukt zum Ausdruck. Natur bevorzugt gewisse Buchstaben - G und C werden bevorzugt, weil sie als Replikatoren am stabilsten sind und nicht, weil sie in den genetischen "Wörtern" am häufigsten vorkommen - die Bevorzugung, die am Anfang syntaktisch ist, verbindet sich mit einem semantischen Ungleichgewicht: die Logik des Codeschemas resultiert aus rein physikalischen bzw. chemischen Gegebenheiten!
I 222
Der Anfang ist so primitiv dass er kaum semantisch genannt werden kann - sobald ein semantisches Zuordnungssystem geschaffen ist, beschleunigt sich das Ganze.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.11.2017