Philosophie Lexikon der Argumente

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Semantischer Holismus, Philosophie: Die Auffassung, dass die Bedeutung sämtlicher sprachlicher Ausdrücke von den Bedeutungen anderer Ausdrücke abhängt. Siehe auch Holismus, Überzeugungsholismus, Bedeutungen, Semantik, Wahrheitsbedingungen, Behauptbarkeitsbedingungen, Wahrheit, Behauptbarkeit, Ausdrucksfähigkeit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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IV 41
Semantischer Holismus/SH/Fodor/Lepore: Kombination von Quine-Duhem-These/QDT (kein Satz einzeln verifizierbar) mit dem Verifikationismus. - Quine-Duhem-These: jeder Satz einer Theorie determiniert die Ebene der Verifizierbarkeit jedes anderen Satzes der Theorie. - Verifikationismus: Bedeutung = Verifikationsmethode. - Holismus: jeder Satz der Theorie bestimmt die Bedeutung jedes anderen Satzes der Theorie. - Fodor/LeporeVsHolismus: dann könnten nur identische Theorien irgendwelche Inferenzen gemeinsam haben - das kann es nicht sein.
IV ~49
Fodor/Lepore VsSemantischer Holismus: natürliche semantische Objekte linguistisch: z.B. Formeln.
Natürliche Objekte der Bestätigung: trans-linguistisch: Propositionen. - Verifikationismus und Bestätigungs-Holismus (BesH) sind beide wahr, aber von verschiedenen Dingen! - Daher folgt nicht der Semantische Holismus.
IV 54
Bedeutungsholismus/Fodor/Lepore: zusätzliches Argument pro: nach Russells "unvollständiges Symbol": dieses wird im Gebrauch definiert - der Gebrauch stellt dann die größere Einheit dar.
Fodor/LeporeVs:
1. Definition im Gebrauch garantiert nicht Bedeutung.
2. Es ist unklar, ob die semantischen Eigenschaften aus den Beziehungen der Wörter zu den Sätzen stammen, in denen sie vorkommen.
3. Es ist unklar, ob die syntaktischen und semantischen Einheiten übereinstimmen.
IV 125
Bedeutungsholismus/BH/Fodor/Lepore: den Schluss vom Glaubensholismus auf den Bedeutungsholismus können wir vermeiden, wenn wir annehmen, dass die Gegenstände, denen semantische Eigenschaften innewohnen, zunächst weder propositionale Einstellungen noch Sprechakte sind, sondern Repräsentationen.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.10.2017