Philosophie Lexikon der Argumente

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Semantischer Wert: Der semantische Wert eines Ausdrucks ist Ergebnis einer Einordnung dieses Ausdrucks in eine Wortart und anschließende Zuschreibung von Entitäten die geeignet sind, in Relation zu diesem Wort zu stehen. Bsp Semantische Werte von Substantiven können Gegenstände sein, semantische Werte von Prädikaten können (aber müssen nicht) Eigenschaften sein. Siehe auch Wahrheitswerte, Wahrheitsbedingungen, Kompositionalität.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Schw I 199
semantischer Wert/Lewis/Schwarz: neutraler als Wahrheitswert (WW): 1. für jede grammatische Kategorie eine Funktion (N, S, V, Adverb usw.) - Bsp für N: von möglichen Situationen auf Dinge - sem. Wert statt Referenz, Bedeutung, Intension, Extension. - Bsp Bedeutung von "Frieda" nicht Träger, sondern Funktion von Situationen auf Individuen - Aufgabe des sem. Werts: Hilfe bei der Konstruktion der richtigen (zu den Konventionen passenden) Wahrheitsbedingungen - Bsp "Die Venus ist die Venus" und "Der Morgenstern ist die Venus" haben denselben semantischen Wert - I 200 zwei Ausdrücke haben dieselbe Bedeutung, wenn sie auf dieselbe Weise aus Teilen mit dem selben semantischen Wert zusammengesetzt sind.
Schw I 206
Index-Koordinaten/Lewis: Bsp für Operatoren wie "streng genommen", "irgendwo": vollständiger semantischer Wert: Funktion von Situationen, Zeitpunkten, Welten, Orten und Präzisionsstandards auf Wahrheitswerte (WW) - äquivalent: Zuweisung von Funktionen von Zeitpunkten, Welten, Orten und Präzisionsstandards auf WW zu Situationen: letzteres nennt man of Proposition, bzw. eigentlicher semantischer Wert: (Montague, Cresswell, Kaplan, Stalnaker): hier variiert der sem. Wert von Situation zu Situation, von Kontext zu Kontext - Schwarz: Zweiteilung des Möglichkeitsraums. - ((s) immer w/f).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

> Gegenargumente gegen Lewis
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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 17.08.2017