Philosophie Lexikon der Argumente

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Sinnloses, Philosophie: Sinn ist eine Eigenschaft von Aussagen, die die Feststellung des Wahrheitswerts (wahr oder falsch) grundsätzlich ermöglicht, wenn auch nicht garantiert. Auch falsche Aussagen haben Sinn, sonst könnte ihre Falschheit nicht festgestellt werden. Sinnlos ist demnach, was nicht negiert werden kann. Aussagen über die Zukunft erlauben eine Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten, wenn sie sinnvoll sind ohne einen Wahrheitswert zu haben. Wünsche und Befehle sind sinnvoll und verstehbar, wenn sie in negierbare Aussagesätze umformuliert werden können. Siehe auch Verstehen, Negation, Wahrheitswerte, Verifikation, Bestimmtheit, Unbestimmtheit, Wahrscheinlichkeit.
 
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II 346
Mathematik/Wittgenstein: mathematische Sätze sind nicht wahr oder falsch. – Sondern sie zeigen, was sinnvoll ist und was sinnlos.
II 419
Sinn/sinnlos/Unsinn/Farbe/Zahlen/Zahl/Wittgenstein: Bsp Einen Satz wie rot ist dunkler als rosa gibt es gar nicht, denn es gibt keinen Satz, der ihn verneint. - Man redet hier nicht von einer Eigenschaft des Roten, sondern von der Grammatik des Wortes rot . - ähnlich: Bsp "es ist eine Eigenschaft der Zahl 1, dass sie einem Dozenten in diesem Zimmer zukommt" und "es ist eine Eigenschaft der 1, dass 1 < 2".
II 420
sinnlos/Unsinn/Mathematik/Zuordnung/Wittgenstein: wenn kein Kriterium für eine Zuordnung angegeben ist, ist es sinnlos, die Zuordnung zu versuchen. - Bsp es ist sinnlos zu sagen, es gäbe keine Test für die Bahn des Kometen, weil die Menschen nicht lang genug leben.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

> Gegenargumente gegen Wittgenstein



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.05.2017