Philosophie Lexikon der Argumente

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Sinnvolles, Philosophie: Sinn ist eine Eigenschaft von Aussagen, die die Feststellung des Wahrheitswerts (wahr oder falsch) grundsätzlich ermöglicht, wenn auch nicht garantiert. Auch falsche Aussagen haben Sinn, sonst könnte ihre Falschheit nicht festgestellt werden. Sinnlos ist demnach, was nicht negiert werden kann. Aussagen über die Zukunft erlauben eine Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten, wenn sie sinnvoll sind ohne einen Wahrheitswert zu haben. Wünsche und Befehle sind sinnvoll und verstehbar, wenn sie in negierbare Aussagesätze umformuliert werden können. Siehe auch Verstehen, Negation, Wahrheitswerte, Verifikation, Bestimmtheit, Unbestimmtheit, Wahrscheinlichkeit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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II 110
Sinnvoll/Negation/Hempel: Problem: wenn eine singuläre Aussage sinnvoll ist, ist ihre Negation eine Allaussage ("nichts hat die Eigenschaft P"). - Allaussagen sind nach dem Verifikationismus sinnlos, weil sie nicht verifiziert werden können.
II 111f
Empiristisches Sinnkriterium/Hempel: vorläufig: prinzipielle Falsifizierbarkeit - Vs: das schließt reine Existenzbehauptungen aus - 2. Konjunktionen mit nicht r.f. sind r.f. - 3. Ein Beobachtungsprädikat "alle Dinge haben die Eigenschaft p" ist dann signifikant, weil falsifizierbar, aber nicht die Negation.
II 114
Empiristisches Sinnkriterium/Carnap/Hempel: Lösung: Übersetzbarkeit in empiristische (künstliche, ideale) Sprache.
II 121
Übersetzungen sind indirekt eine partielle Interpretation der Hypothese und der Konstruktionen, mit deren Hilfe sie formuliert sind.
II 125
Empiristisches Sinnkriterium: ein linguistischer Entwurf, weder wahr noch falsch. - 1. die Explikation soll eine nahezu vollständige Analyse des allgemein anerkannten Sinns des Explikandums liefern - 2. Sie soll eine rationale Rekonstruktion des Explikandums durchführen.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
C.G. Hempel
I Hempel Zur Wahrheitstheorie des logischen Positivismus aus Wahrheitsheorien Hrsg. Skirbekk Frankfurt/M 1996

II Hempel Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums aus Sinnreich (Hg) Philosophie der idealen Sprache, München 1982

II (b) Hempel Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung (1951) aus Sinnreich (Hg) Philosophie der idealen Sprache, München 1982

> Gegenargumente gegen Hempel



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.08.2017